Seit rund eineinhalb Jahren baut die Firma SEH Engineering an den insgesamt drei Teilen für die neue Kattwijk-Hubbrücke in Hamburg-Moorburg. Die neue Eisenbahnbrücke wird künftig die Süderelbe queren. Heute wird in Cuxhaven das letzte und größte Teil der Brücke auf einen Ponton der Reederei Wulf verladen. Foto: Sassen
Für Kattwijk-Brücke in Hamburg

Heikles Manöver in Cuxhaven: Gigantische Brücke wird verladen

05.12.2019

CUXHAVEN. Knapp 2000 Tonnen wiegt das Brückenteil für die neue Kattwijk-Brücke in Hamburg, die Donnerstagmittag in Cuxhaven am Liegeplatz 3 verladen wird.

Eine logistische Herausforderung für die Reederei Wulf, die für Transport und Montage bei dem 208 Millionen Euro teuren Brückenbauprojekt verantwortlich ist.

"Fetteste Teil"

"Es ist das fetteste Teil, das jemals in Cuxhaven verladen wurde", sagt Andreas Wulf. Wochenlang haben er und seine Mitarbeiter auf den großen Tag hingearbeitet, geplant und kalkuliert. Am Donnerstag, 5. Dezember, um 13 Uhr wird es richtig spannend. Dann steht das 130 Meter lange Brückenteil vor der Rampe am Liegeplatz 9.3 über die normalerweise Siemens-Gamesa-Turbinen für Offshore-Windparks auf ein Spezialschiff verladen werden.

Am Donnerstag liegt dort der reedereieigene Ponton TOW3 (90 Meter lang), der in den vergangenen Tagen bei der Mützelfeldtwerft für den Job präpariert wurde. Wie die Turbinen soll auch das monströse Brückenteil auf Niederflurfahrzeugen, sogenannten SBMTs, auf den Ponton gefahren werden.

Heikles Manöver

Was sich so einfach anhört, ist ein heikles Manöver, das vorher theoretisch Dutzende Male durchgespielt und berechnet wurde. "Das wird etwa 90 Minuten dauern", hat Kapitän Wulf ausgerechnet. In dieser Zeit dürfte sich der Tidewasserstand um einige Dezimeter verändern. Ausgleichen wollen die Wulf-Leute das durch das Auspumpen von bis zu 1800 Tonnen Wasser, mit dem der Ponton vorballastiert wurde.

Gebaut wurden die insgesamt drei stählernen Brückenteile der größten Hubbrücke Deutschlands auf der Staufläche hinter dem Liegeplatz 8 an der Cuxhavener Stromkaje. Die beiden Vorbrücken hat die Reederei Wulf bereits im Juli dieses Jahres vom Bauplatz in Cuxhaven nach Hamburg transportiert.

Ob das Brückenteil sicher verladen wurde, der Zeitplan eingehalten wurde und wie der Einbau in Hamburg funktionieren soll, lesen Sie am Freitag, 6. Dezember, in der Print- sowie Onlineausgabe der Cuxhavener Nachrichten.

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