Höhepunkt bilden die Schienbeinschützer

02.01.2018

Ein trauriges Bild gaben die Kicker von Eintracht Cuxhaven beim Oste-Cup ab. Ein Kommentar von Frank Lütt.

Dabei geht es noch nicht einmal nur um die sportliche Leistung, die nicht den eigenen Ansprüchen genügte. Der Titelverteidiger wurde nur Dritter in seiner Vorrundengruppe und schied aus. Das war eigentlich schon schlimm genug, erhielt aber durch die Art und Weise des Auftritts in der Cadenberger Halle noch eine besondere Note. Der Landesligist zeigte sich nicht von der besten und auch nicht von der nettesten Seite. Die Jahnplatz-Kicker erwiesen sich als schlechte Verlierer. Dabei ist noch nicht einmal die einzige Rote Karte des Turniers gemeint, die Lars Westhoff gezeigt bekam. Auch die emotionalen Ausbrüche in dem ewig brisanten Duell gegen Rot-Weiss sind nachvollziehbar. Aber was war mit dem Favoriten in der Partie gegen Groden los? Als es 1:1 stand, unterbrach der Schiedsrichter die Begegnung, weil die Eintrachtler keine Schienbeinschützer trugen, so wie es vorgeschrieben ist. Die Kicker regten sich auf, rannten in die Kabine. Sie stopften sich irgendwas in die Stutzen, was irgendwie darunter wie Schienbeinschützer aussah. Nach dem Schlusspfiff schimpften sie wie die Rohrspatzen, gaben dem Schiedsrichter die Schuld an der Niederlage, dabei haben sie sich selbst aus dem Konzept gebracht. Dass Titelverteidiger Eintracht auch noch mit einem falschen Wanderpokal angereist war, sei hier nur noch als Randnotiz erwähnt. Vielen dürfte dies gar nicht aufgefallen sein, denn die Siegerehrung fand im Dunkeln statt, weil das Licht in der Cadenberger Halle automatisch immer um 23 Uhr ausgeht ...

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