Der Brennstoffzellenzug "Coradia iLint". Foto: Schulze
Energie

IHK: "Wasserstoff ist die Chance für den Norden"

10.08.2019

CUXHAVEN/STADE/HAMBURG. Die IHK Nord fordert die Länder auf, Norddeutschland als Vorreiter der Wasserstofftechnologie zu positionieren und den Aufbau einer funktionierenden Wasserstoffwirtschaft zu befördern.

Es gehe darum, die Chancen zu nutzen und das bestehende Süd-Nord-Gefälle abzubauen, erklärt Friederike C. Kühn, Vorsitzende der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nord, in einer Mitteilung. "Wir haben hier im Norden herausragende Möglichkeiten, grünen Wasserstoff aus Windstrom zu produzieren und so die norddeutsche Wirtschaft nachhaltig voranzubringen. Der Erfolg der Energiewende entscheidet sich unzweifelhaft in Norddeutschland und wird ohne Wasserstoff nicht möglich sein."

Die IHK Nord begrüßt den politischen Willen der norddeutschen Bundesländer zur Erarbeitung einer Wasserstoffstrategie ausdrücklich. Gleichzeitig fordert sie im Hinblick auf regulatorische Vorgaben, dass die Anlagen zur Wasserstofferzeugung von der EEG-Umlage ausgenommen werden und der weitere Ausbau der Erneuerbaren Energien politisch forciert und mit dem Bau von Elektrolyseuren mit Speicherungsmöglichkeiten verbunden wird.

Die Einsatzmöglichkeiten des Wasserstoffs seien vielfältig und erstreckten sich auf Industrie, Energie, Wärme und Landwirtschaft, heißt es. Die IHK Nord sieht Wasserstoff außerdem als wichtigen Baustein zur emissionsfreien Mobilität und fordert die Bundesländer daher auf, die für Elektro-Lkw bis zunächst 2021 geltende sowie für CNG- und LNG-Lkw befristet eingeführte zweijährige Mautbefreiung explizit auf Brennstoffzellen-Lkw auszuweiten.

Bund, Länder, Städte, Kommunen und Landkreise sollten darüber hinaus neben der batterieelektrischen E-Mobilität auch die Brennstoffzellentechnologie für ihre Fuhrparks berücksichtigen und den Wasserstoff-Tankstellenausbau fördern. Darüber hinaus sieht die IHK Nord großes Potenzial, Wasserstoff als Energiespeicher zu nutzen.

www.ihk-nord.de/wasserstoff

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