Nur wer korrekte Angaben im Restaurant macht, helfe dabei, Infektionsketten zu vermeiden, appelliert Cuxhavens erster Kreisrat angesichts steigender Infektionszahlen. Foto: Marijan Murat/dpa
Corona-Update

Infektionszahlen steigen: Cuxhavens Kreisrat appelliert an Vernunft der Menschen

von Redaktion | 15.10.2020

KREIS CUXHAVEN. Die Infektionszahlen im Landkreis Cuxhaven steigen weiter an. Am Donnerstag meldete die Verwaltung vier Neuinfektionen. 

Die Infektionszahlen steigen, auch im Landkreis Cuxhaven. Am Donnerstag verzeichnete die Verwaltung vier Neuinfektionen. Insgesamt sind aktuell 36 Menschen im Landkreis mit dem Virus infiziert. 

In der neuesten Mitteilung zum Virus verweist der Landkreis auf die Erklärung der Bundeskanzlerin, wie wichtig die Kontaktverfolgung ist, um eine dynamische Steigerung der Infektionszahlen zu verhindern.

Wertvolle Zeit

Dies ist Aufgabe der Gesundheitsämter, die dabei jedoch auf die Unterstützung durch die Bevölkerung angewiesen sind. Erster Kreisrat Friedhelm Ottens beschreibt das so: "Je länger jemand sein normales Leben fortführt, ohne zu wissen, dass er infiziert sein könnte, desto größer die Gefahr, dass er/sie eine oder im Zweifelsfall viele Personen ansteckt."

Die Gesundheitsämter müssten daher bei jedem Fall so umgehend und vollständig wie nur möglich die Kontakte der infizierten Personen ermitteln und informieren. "Es kostet wertvolle Zeit, wenn diese Arbeit unnötig erschwert wird, weil Kontaktformulare in Restaurants oder anderen Einrichtungen nicht vollständig und wahrheitsgemäß ausgefüllt werden oder Gastronomen oder andere Verantwortlichen ihrer Pflicht zur Datenerhebung nicht gerecht werden", so Ottens. 

Wahrheitsgemäße Angaben wichtig

"Gefährlich wird es, wenn sich betroffene Personen weigern, mit dem Gesundheitsamt zu kooperieren", macht Ottens deutlich. Er betont: "Auch die Bürgerinnen und Bürger sind verpflichtet, wahrheitsgemäße Angaben zu machen, alle Kontaktpersonen zu nennen und nicht aus Angst vor einschränkenden Maßnahmen falsche Angaben zu machen."

Ziel sei, auch in den kommenden Wochen, das Infektionsgeschehen unter Kontrolle zu behalten. Maßstab dafür sei, dass die Inzidenz im Landkreis unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern in einer Woche bleibt oder nach Ausbrüchen zügig wieder unter diese Schwelle gesenkt wird.

Quote der Neuinfektionen bei 16,66

 Höhere Infektionszahlen machen die Kontaktnachverfolgung unmöglich, was zur Beschleunigung des Infektionsgeschehens führen würde. Am Donnerstag lag der Wert bei 16,66 Infektionen pro 100 000 Einwohner.

Es sei laut Ottens auch sinnvoll, sich täglich zu fragen: "Wo war ich heute, wo es mir eigentlich nicht ganz geheuer war?" - beispielsweise bei einem Treffen mit einer Gruppe in geschlossenem Raum, ohne ausreichend Abstand. "Auch das hilft, im Fall einer Infektion die Situation herauszufinden, in der man sich wahrscheinlich angesteckt hat - und damit womöglich auch andere Anwesende", erläutert Ottens und ergänzt:

 "Dies alles ersetzt natürlich nicht die Einhaltung der AHA-Regeln, wenn aber jeder von uns sich seiner Verantwortung bewusst ist, haben wir gute Chancen, auch diesen Herbst und Winter gut zu überstehen."

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