Kinder in der Welt der Flöten

12.04.2010

CADENBERGE. Kinder von der ersten Minute an zu begeistern, erweist sich vielfach als größte Herausforderung. Wenn aber bereits beim ersten Flötenklang der Funke überspringt und gegenseitige Sympathie Raum greift, dann dürfen Veranstalter, Künstler und Kinder von einer grandiosen Veranstaltung sprechen.

So geschehen beim Kinderkonzert des Kulturkreises Am Dobrock im Ratssaal Cadenberge mit dem langjährigen Soloflötisten des NDR-Sinfonieorchesters Hamburg, Hans-Jürgen Pincus, der seine jungen Gäste auf wunderbare Weise in die Zauberwelt der Flöte entführte. Mit dem Schwung einer flotten Polka bot Pincus erste mitreißende Flötentöne, um dann mit den Kindern in einen Dialog über die intonierten Bilder des klassischen Musikstücks "Peter und der Wolf" von Sergej Prokofjew (1891 - 1953) zu treten, bei denen bekanntlich der Vogel durch eine Flöte dargestellt wird.

Aus dem mitgeführten Fundus von 60 Flöten aus aller Welt, zudem vom Bambus über Jade bis hin zum Gold aus verschiedensten Werkstoffen gefertigt, ließ Pincus die Kinder von den differenzierten Klangbildern "kosten" und weckte damit ein reges Interesse. So ließ dieser auf einer 200 Jahre alten Flöte eine Passage aus Mozarts "Zauberflöte" erklingen. Zudem hatte der begnadete Musiker Flötenköpfe im Gepäck, um Kindern ein Erproben zu ermöglichen und Talente im Flötenspiel zu bestärken. Sein Rat: "Jeden Tag üben." In der Pause bot Hans-Jürgen Pincus den Kindern Gelegenheit, sich mit einer Vielzahl verschiedener Flöten zu beschäftigen.

Den Cancan aus "Hoffmanns Erzählungen" mit den hohen Tönen der Piccolo-Flöte, die Erkennungsmusik von "Paulchen Panther" auf einer Altflöte und den Bolero von Maurice Ravel auf einer Bassflöte spielend, begeisterte die Kinder ebenso wie Pincus' musikalische Führung über einen persischen Markt oder zum Schluss der Ragtime "zum fröhlichen Nachhausegehen", wie dieser betonte.

Der Kulturkreis Am Dobrock unter Vorsitz von Günter Reyelt hatte den Kindern die kostenlose Teilnahme an der Veranstaltung ermöglicht, und die Resonanz war überwältigend. Vizevorsitzender Horst Penselin freute sich, dass junge Musikinteressierte von Lüdingworth bis Armstorf lange Wege auf sich genommen hätten, um dabei zu sein. Er gab der Hoffnung Ausdruck, die Chance des Kennenlernens klassischer Flötenmusik zu nutzen, um einmal selbst gestalterisch tätig zu sein.

Bei seinem Klassikkonzert am Abend ließ Hans-Jürgen Pincus auf seiner Böhm-Goldflöte, der Travers- und Acht-Klappen-Flöte sowie vielen anderen Exemplaren aus seiner Sammlung Werke unter anderem von Mozart, Schubert, Mendelssohn-Bartholdy, Dvorak, Bach und Vinci erklingen. In wenigen Tagen wird er anschließend auf dem Kreuzfahrtschiff "Albatros" konzertieren, das, von Dubai kommend, im Mittelmeer kreuzt.

Von Ursula Holthausen

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