Kinder können womöglich schon bald wieder in die Kitas zurückkehren. Foto: Friso Gentsch/dpa
Lockerungen in Niedersachsen

Kreis Cuxhaven: Kitas ab Montag wieder für alle auf - Schule wird ausgeweitet

von Redaktion | 04.03.2021

KREIS CUXHAVEN. Nach Wochen des Distanzlernens geht es für die Schülerinnen und Schüler in Niedersachse bald zurück in die Klassenräume. Für die Eltern von Kita-Kindern ist schon von Montag ein Hauch mehr Normalität in Sicht.

Die Schulen in Niedersachsen weiten ihren Betrieb vom 15. März an wieder aus. Dann beenden die Klassen 5 bis 7 sowie der 12. Jahrgang das Homeschooling. Sie kehren im Wechselmodell in den Präsenzunterricht zurück, wie das Kultusministerium am Donnerstag mitteilte. Eine Woche später, vom 22. März an, sollen dann alle Schulen und Jahrgänge in den Wechselunterricht zurückkehren.

Wieder Präsenzpflicht

Für Grundschüler und Abschlussklassen gilt zudem bereits vom kommenden Montag (8. März) an wieder die Präsenzpflicht. Bisher konnten die Eltern dieser Schüler entscheiden, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken oder von zu Hause aus lernen lassen wollen.

Behutsam und schrittweise

"Mit Blick auf die Gesamtgemengelage - diffuses Infektionsgeschehen, Mutationen, Stagnation bei Inzidenz - bin ich froh, dass wir heute diesen weiteren Öffnungsschritt machen können", sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD). Die Schulen würden behutsam und schrittweise wieder geöffnet. "Alle sollen sicher Tritt fassen und die Schulen sich nach und nach füllen."

Kitas für alle geöffnet

Ebenfalls vom 8. März an kehren die Kindertagesstätten zurück in den eingeschränkten Regelbetrieb. Die Kitas sind damit im Grundsatz geöffnet und bieten Betreuung in Regelgruppengröße an, allerdings dürfen sich die Gruppen nicht durchmischen. "Der eingeschränkte Betrieb sieht ein Betreuungsangebot für alle Kinder vor, die in der jeweiligen Kindertageseinrichtung einen Betreuungsplatz haben", betonte Tonne, der zugleich anerkannte, dass die vergangenen Monate für viele Eltern und Kinder eine große Belastung waren.

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Im Homeoffice zu arbeiten und gleichzeitig kleine Kinder zu betreuen, sei kaum machbar, sagte der Minister. "Und wir alle merken natürlich, dass es den Kindern nicht guttut, wenn soziale Kontakte fehlen. Spielen, Malen, Toben mit anderen dürfen nicht dauerhaft fehlen."

Länder in der Verantwortung

Bund und Länder hatten sich am Mittwoch auf das weitere Vorgehen in der Corona-Krise verständigt. Die Rückkehr der Schüler in den Präsenzunterricht liegt allerdings in der Verantwortung der Länder. Ursprünglich hatte das Kultusministerium in Hannover Anfang März als Ziel für die Ausweitung des Schulbetriebs genannt. Weil die Corona-Infektionszahlen Ende Februar aber nicht nennenswert zurückgingen, legte die Regierung diese Pläne zu den Akten.

Nicht nur Schulen und Kitas sollen von den Lockerungen profitieren. Nach Informationen der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung sollen etwa auch Baumärkte früher öffnen dürfen. Auch für Hotels und Gastronomie könnte es mit Blick auf Ostern noch Lockerungen geben.

Der Einzelhandel könnte demnach bis zum 22. März komplett geöffnet werden, allerdings mit einer begrenzten Kundenzahl. Die Bund-Länder-Vereinbarungen sehen diesen Schritt erst für Anfang April vor. Auch die Baumärkte in Niedersachsen sollen so schnell wie möglich öffnen. Bei diesen Punkten gibt es aber offenbar noch keine Einigkeit in der Koalition. Das gilt auch für mögliche touristische Öffnungen von Gastronomie und Hotels bis zu den Osterferien. (dpa)

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