Gleich mehrfach stellten die Polizeibeamten Verstöße bei den Kontrollen fest. Symbolfoto: Jens Wolf/dpa
Polizei im Einsatz

Kreis Cuxhaven: Mehrere Verstöße im Straßenverkehr aufgedeckt

17.11.2020

KREIS CUXHAVEN. Ein Tag mit mehreren Verkehrsverstößen und Unfällen liegt hinter dem Kreis Cuxhaven. In den jeweiligen Fällen musste die Polizei ausrücken.

Am späten Montagnachmittag gegen 17.35 Uhr kam es in der Leher Straße in Spaden zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Linienbus und einem Fahrradfahrer. Der Radler soll laut Polizei so unsicher gefahren sein, dass er den entgegenkommenden Bus auf dessen Fahrspur gestreift habe und gestürzt sei.

Trotz des verursachten Schadens fuhr der Radler davon. Die Polizisten stoppten den Mann aber kurze Zeit später. Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von über zwei Promille beim Fahrradfahrer. Der gestürzte Fahrradfahrer blieb - bis auf eine Schramme - unverletzt. Auch der Schaden am Bus war gering. Der Mann muss sich nun wegen Verkehrsunfallflucht und Trunkenheit im Verkehr verantworten.

Am Montagabend gegen 18.40 Uhr lieferte sich ein 60-jähriger Bremerhavener auf einem Parkplatz in der Leher Landstraße in Langen einen Streit mit Passanten. Der Mann fuhr davon. Weil die Passanten aber vermuteten, dass der Mann alkoholisiert war, riefen sie die Polizei.

Rückrechnung beim Test

Die Beamten des Polizeikommissariats Geestland trafen den Mann an der Wohnanschrift an. "Mehrere Zeugen bestätigten, dass der Herr selbst gefahren war, obwohl dieser es abstritt und angab, den Alkohol gerade erst zu Hause getrunken zu haben", berichtet Polizeisprecher Tom Kase. "Aufgrund der Angaben des Beschuldigten mussten zwei Blutentnahmen mit zeitlichem Abstand durchgeführt werden, um eine Rückrechnung zu ermöglichen." Es wurde ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr eingeleitet und die Weiterfahrt wurde untersagt.

Ebenfalls am Montagabend, gegen 22 Uhr, geriet ein 38-jähriger Dorumer in eine Verkehrskontrolle. Obwohl dem Mann vor einige Zeit der Führerschein weggenommen worden war, habe er sich laut Polizei "zum wiederholten Male" hinter das Steuer gesetzt. Die Beamten hegten den Verdacht, dass er unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand. Dem 38-Jährigen wurde eine Blutprobe entnommen.

Haarscharf unter der Grenze

Kurze Zeit später am Montagabend, gegen 22.55 Uhr, wurde ein 25-jähriger Geestländer im Bereich Kührstedt kontrolliert. Die Polizisten stellten Alkoholgeruch fest: Der anschließend Atemalkoholtest ergab einen Wert von etwa ein Promille. Damit lag der Mann noch knapp unter der Grenze zur absoluten Fahruntüchtigkeit, die gesetzlich mit 1,1 Promille festgelegt ist. Deshalb wurde lediglich ein Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet und die Weiterfahrt untersagt.

In der Nacht zu Dienstag, gegen 2.20 Uhr, wurde dann im Bereich Geestland ein 77-jähriger Langener kontrolliert. Der Mann soll schon in den vergangenen Wochen mehrmals mit dem Auto gefahren sein, obwohl ihm die Fahrerlaubnis fehlt, teilt die Polizei mit. "In diesem Fall hatte der Mann das Auto seines Sohnes unbefugt in Gebrauch genommen", erklärt Polizeisprecher Kase. Die Fahrzeugschlüssel wurden sichergestellt und es wurden zwei weitere Strafverfahren gegen den 77-Jährigen eingeleitet.

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