Jetzt steht fest: Der Verdienstausfall durch Corona wird entschädigt. Foto: Imelda/Unsplash
Finanzen

Kreis Cuxhaven: Verdienstausfall durch Corona wird entschädigt

08.07.2020

KREIS CUXHAVEN. Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie hat die Bundesregierung zahlreiche Hilfen beschlossen. Für den Landkreis Cuxhaven steht jetzt fest: Auch hier werden Verdienstausfälle entschädigt.

Im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie hat die Bundesregierung zahlreiche Hilfen beschlossen. Ein Baustein ist die erweiterte Möglichkeit, Verdienstausfallentschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) zu erhalten. In Niedersachsen werden die Anträge nach IfSG auf Ebene der Kommunen bearbeitet, für das Cuxland ist der Landkreis Cuxhaven die zuständige Stelle.

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Online-Antrag

Neu ist, dass Anträge auch online gestellt werden können. Bereits zum 1. Juli wurde auch für Niedersachsen die Internetseite www.ifsg-online.de freigeschaltet. Elf Bundesländer bieten über diese Plattform an, Anträge nach dem Infektionsschutzgesetz statt in Papierform direkt online einzureichen. Auf der Homepage sind Erläuterungen und Hinweise zum Verfahren einzusehen, über eine komfortable Eingabemaske werden die erforderlichen Abfragen getätigt. Auch Anträge zum Herunterladen sind dort hinterlegt. Auf einen online versendeten Antrag wird eine automatische Eingangsbestätigung verschickt. Um Papier, Porto und Zeit für Rückfragen zu sparen, da bereits bei der Eingabe die Vollständigkeit der Unterlagen geprüft wird, ist dieser Weg empfehlenswert.

Corona-Merkblatt für Niedersachsen

Vor Antragstellung empfiehlt sich ein Blick in das Merkblatt für Niedersachsen, damit die Unterlagen bei der Online-Eingabe bereit liegen. Das Merkblatt in der aktuellsten Version ist unter www.landkreis-cuxhaven.de/Corona unter "Hilfen nach Infektionsschutzgesetz" einsehbar. Hintergrund zum Infektionsschutzgesetz: Das seit 1. Januar 2001 gültige Infektionsschutzgesetz, Nachfolger des Bundes-Seuchengesetzes, hat erst durch die Corona-Pandemie eine größere Aufmerksamkeit erfahren. Es bildet die Grundlage für die zahlreichen Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie und bietet auch Möglichkeiten, Ansprüche auf Verdienstausfallentschädigung geltend zu machen. Diese entstehen vereinfacht dargestellt dann, wenn Erwerbstätige oder Selbstständige aufgrund eines Tätigkeitsverbots oder einer Absonderung für eine bestimmte Zeit nicht ihre Arbeit ausüben konnten.

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Verdienstausfall

Voraussetzung ist ein die Person betreffender Bescheid des zuständigen Gesundheitsamtes zum persönlichen Tätigkeitsverbot oder einer behördlich angeordneten Absonderung sowie ein daraus resultierender Verdienstausfall. Der klassische Fall ist die 14-tägige häusliche Quarantäne für Menschen, die mit Covid19-Infizierten in Kontakt waren. In diesem Jahr zum 30. März neu in das Gesetz aufgenommen wurde, dass erwerbstätige Sorgeberechtigte von Kindern, die das 12. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, ebenfalls Ansprüche geltend machen können.

Kinderbetreuung

Über eine weitere Anpassung des Gesetzes können Ansprüche für bis zu 20 Wochen Betreuungszeit eingereicht werden. Werden Einrichtungen zur Betreuung von Kindern oder Schulen auf Grund des Infektionsschutzgesetzes vorübergehend geschlossen oder deren Betreten untersagt, sind erwerbstätige Sorgeberechtigte von Kindern, die die Kinder in diesem Zeitraum selbst betreuen müssen, weil sie keine anderweitige zumutbare Betreuungsmöglichkeit sicherstellen können und dadurch einen Verdienstausfall erleiden, entschädigungsberechtigt (Deckelung bei 67 Prozent des Nettolohns).

Nichtselbstständige

Wenn Nichtselbstständige betroffen sind, erfolgt die Lohnfortzahlung über die Arbeitgeber, diese stellen die Anträge nach Infektionsschutzgesetz. Die Frist zur Einreichung der Anträge wurde vom Gesetzgeber von drei auf zwölf Monate verlängert, sodass kein kurzfristiger Verfall von Leistungen droht.

www.ifsg-online.de

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