In diesem Jahr finden die Abitur-Prüfungen erneut unter strengen Hygiene-Bedingungen statt. Symbolfoto: Tobias Kleinschmidt/dpa
Prüfungsphase begonnen

Kreis Cuxhaven: Zweites Abitur unter Corona-Bedingungen gestartet

20.04.2021

KREIS CUXHAVEN. Die erste Prüfung liegt hinter einigen Abiturienten: Mit dem Fach Geschichte begann am Montag das Abitur in Niedersachsen.

Zum zweiten Mal hat am Montag das Abitur in Niedersachsen unter Corona-Bedingungen begonnen. Die erste schriftliche Klausur mussten die Schülerinnen und Schüler im Fach Geschichte schreiben.

Rund 32.000 Prüflinge an mehr als 450 Schulen nehmen in diesem Jahr am Abitur in Niedersachsen teil. Am Dienstag steht Kunst auf dem Programm, am Mittwoch folgt Chemie. Mit den möglichen mündlichen Nachprüfungen zieht sich die Abi-Phase bis Ende Juni hin. Angesichts der andauernden Corona-Krise gelten strenge Hygieneregeln. Eine Testpflicht besteht zwar nicht, allerdings gab es den dringenden Appell, das Testangebot an Klausurtagen zu nutzen.

Gut angelaufen

Das Abitur unter den erschwerten Bedingungen sei nach bisherigen Kenntnissen am ersten Tag gut angelaufen, hieß es am Montag aus dem Kultusministerium in Hannover. Dieser Eindruck beziehe sich sowohl auf die Organisation und Aufgabenstellung als auch auf den Appell, sich zu Hause auf eine mögliche Covid-19-Infektion zu testen, sagte ein Ministeriumssprecher.

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In vergangenen Jahr waren die Abschlussprüfungen an Niedersachsens Schulen wegen der Pandemie um rund drei Wochen verschoben worden. Für dieses Jahr hatte die Kultusministerkonferenz der Länder beschlossen, dass die Abiturientinnen und Abiturienten in Deutschland ihre Prüfungen trotz der Pandemie ablegen sollen.

Insgesamt fünf Prüfungen

"Wir sichern faire Prüfungen zu, keiner muss Nachteile wegen Corona befürchten", hatte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) vor dem Start betont. Er sprach von einem "möglichst normalen Weg des Endes der Schulkarriere", der auch der beste Weg sei, um einen Corona-Makel zu verhindern. Insgesamt schreiben die Schülerinnen und Schüler vier Prüfungen, davon drei in einem Fach auf erhöhtem Anforderungsniveau. Dazu kommt eine mündliche Prüfung.

Für die Entscheidung, das Abi trotz Corona durchzuziehen, gab es auch Kritik. "Die Prüflinge waren wohl noch nie so unterschiedlich vorbereitet wie 2021", sagte der Schülerratsvorsitzende Florian Reetz. Er forderte, dass darauf reagiert werden müsse, wenn Ergebnisse regional unterschiedlich ausfielen. Der Schulleitungsverband Niedersachsen (SLVN) warnte: Sollten in der Prüfungsphase Corona-Fälle auftreten, drohe ein inhaltlicher und juristischer Rattenschwanz. (dpa)

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