Die "No. 5 Elbe" liegt in der Schwinge-Mündung. Foto: Thosten Fastenau
Havarie

Kurz vor der Bergung: "No. 5 Elbe" ist gehoben

17.06.2019

STADE. Noch ist die Bergung der "No. 5 Elbe" nicht abgeschlossen. Zumindest befindet sich der gesamte Lotsenschoner aber wieder an der Wasseroberfläche.

Ein spanisches Bergungsunternehmen hob den Rumpf des Schiffes am Wochenende an, erklärt das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Hamburg.

Die "No. 5 Elbe" war am 8. Juni mit dem Containerschiff "Astrosprinter" kollidiert. Einsatzkräfte schleppten den Lotsenschoner in die Schwinge-Mündung, wo er letztendlich sank.

Am Freitag begann das spanische Unternehmen mit den Bergungsarbeiten. Taucher brachten Hebesäcke am Rumpf an. Außerdem dichteten sie unter Wasser Schadstellen in den Holzplanken des Schiffes ab. Größere Löcher seien durch die Havarie nicht entstanden, so das WSA.

Am späten Sonntagabend gegen 23 Uhr startete der erste Hebeversuch mit dem Niedrigwasser. Dazu nutzten die Einsatzkräfte die Hebesäcke und starke Pumpen. Der Rumpf der "No. 5 Elbe" richtete sich zunächst auf und sei dann mit dem auflaufenden Wasser zum "Aufschwimmen" gebracht worden, erklärt das WSA. Anschließend holten die Einsatzkräfte den Lotsenschoner an die Hafenspundwand. Gegen 1 Uhr am Montag sei der Hebevorgang abgeschlossen gewesen.

Nun berechnen Gutachter den genauen Schadenumfang. Außerdem stellen Experten die Schwimmfähigkeit der "No. 5 Elbe" sicher. Anschließend wird über den Abtransport des Lotsenschoners nach Hamburg entschieden.

Die Durchfahrt im Bereich der Schwinge-Mündung wurde während des Hebevorganges voll gesperrt. Ab sofort könne die Schwinge laut WSA wieder befahren werden. Dabei sollte aber Rücksicht auf den havarierten Lotsenschoner genommen werden.

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