Fahrrad-Werkstatt

Licht am Rad: Cuxhavener Experte rät zu LED

28.06.2017

CUXHAVEN. Vor vier Jahren haben die Dynamos ihre Monopolstellung als Lichtanlage am Fahrrad verloren. (jok)

Mitte 2013 wurde die Dynamo-Pflicht in Deutschland abgeschafft. Seitdem sind auch akku- und batteriebetriebene Lampen an Rädern erlaubt.

Das heißt jedoch nicht, dass die Klicklichter besser sind. „Von der Lichtleistung her sind sie gleich. Die ist bei allen Lichtanlagen mittlerweile richtig gut“, erklärt Tim Hark, Fahrrad-Experte in Cuxhaven und seit 18 Jahren in der Branche tätig. Die passende Lichtanlage hänge vom Radfahrer ab. Bei Sporträdern empfiehlt Hark niemals einen Dynamo. Bei Stadträdern sei der Dynamo hingegen genau das Richtige.

„Heutzutage ist es wichtig, dass die Lichtanlage LED-Beleuchtung hat. Halogen-Beleuchtung ist veraltet“, erklärt Hark. Standard-Lichtanlagen hätten 50 bis 100 Lux. Die Helligkeit sei dabei vergleichbar mit Motorrad- und schwachen Autoscheinwerfern. Radlern, die viel im Winter und bei Dunkelheit unterwegs seien, empfiehlt Hark eine Lux-Zahl von über 100. Gute Lichtanlagen kosteten zwischen 100 und 200 Euro, erklärt Hark. „Schönwetterfahrern“, die den Drahtesel fast ausschließlich bei Sonnenschein nutzen, reichten auch 25 bis 50 Lux.

Allerdings muss ein funktionierendes Licht immer dabei sein. Auch wenn am helllichten Tage keine Anschalt-pflicht besteht, sieht das Gesetz eine funktionstüchtige Lichtanlage rund um die Uhr vor.

Wird ein Radler ohne Licht erwischt, wird er zur Kasse gebeten. Ist er ohne beziehungsweise mit defektem Licht unterwegs, kostet ihn das 20 Euro. Gefährdet er dadurch andere Verkehrsteilnehmer, werden 25 Euro fällig. Kommt es dadurch gar zum Unfall oder zu einer Sachbeschädigung, ist der Radler 35 Euro los.

Pflicht sind außerdem ein weißer Reflektor am Vorderrad und zwei rote Reflektoren am Hinterrad sowie Reflektoren an den beiden Pedalen. Am Reifen kann sich der Radler zwischen Katzenaugen und Reflexionsstreifen entscheiden – eine der beiden Sicherheitsvorkehrungen muss jedoch angebracht sein. Schnelle Pedelecs müssen zudem über ein Bremslicht verfügen.

Auch eine gute Ausleuchtung ist von großer Bedeutung. „Nicht nur die Lichtleistung ist wichtig, sondern auch das Lichtbild. Es hilft nichts, wenn ich 200 Lux habe, aber mein Licht nicht gut verteilt ist“, erklärt Hark. Deshalb müsse der Radler auf die richtige Einstellung achten. Denn möglich sei eine Ausleuchtung von einem Meter vor dem Rad bis 100 Meter Licht-Reichweite. Das Licht müsse aber so eingestellt sein, dass es andere Verkehrsteilnehmer nicht blendet, weiß Hark. Ist das Licht zu niedrig eingestellt, sehe der Radler nichts von seinem Fahrweg. Die ideale Einstellung können Fahrrad-Geschäfte übernehmen. Sie verfügen über entsprechende Instrumente.

„Für jedes Licht-Problem gibt es eine Lösung – für jeden Geldbeutel“, so Hark. Das ließe sich am besten in einem Gespräch beim Fahrradhändler klären.

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