Bauen und Wohnen

Lust auf einen kleinen Ausflug? Folgt mir in meinen Gemüse- und Kräutergarten

18.04.2020

Hallo ihr Lieben! Die sonnigen Tage wecken das Bedürfnis in uns, raus an die frische Luft zu gehen, tief einzuatmen, den Frühling mit allen Sinnen zu spüren und zu genießen. Die Hobbygärtner unter uns haben jetzt viel zu tun.

Manchmal frage auch ich mich, warum ich mir das alles antue. Schmerzende Glieder, chronisch schmutzige Hände und Insektenstiche gehören im Frühjahr dazu, wie der erste Bärlauch. Dennoch, ich liebe dieses Fleckchen Erde und erst recht unseren Gemüsegarten. Die fiese Brombeere mit ihren heftigen Dornen, die aber mit Abstand die besten Früchte trägt. Den ersten eigenen Rhabarber mit riesigen Blättern und die vielen verschiedenen Kräuter mit ihrem unverkennbaren intensiven Aroma. 

Sonnenwarme Tomaten direkt vom Strauch

Wenn das Jahr seinen Lauf nimmt und die Tomatenpflanzen eine Blüte nach der anderen ansetzen und man total gespannt darauf ist, welche Pflanze wohl welche Sorte ist, weil man bei der Aussaat mal wieder die Etiketten vertauscht hat. Habt ihr schon mal eine sonnenwarme Tomate direkt vom Strauch genascht? Unvergesslich gut sag ich euch. In einem eigenen Gemüsegarten geht es heutzutage eher selten um Selbstversorgung. Viel mehr ist es ein gewisser Luxus, Entschleunigung zum einen, Genuss zum anderen. 

"Der Garten ist der letzte Luxus unserer Tage, denn er fordert das, was in unserer Gesellschaft am kostbarsten geworden ist: Zeit, Zuwendung & Raum" Prof. Dr. Ing. Dieter Kienast 1945 - 1998

Von der Blüte bis zum Apfel

Ich finde es unheimlich entspannend, wenn ich abends mit dem Gartenschlauch durch den Garten ziehe und den Pflanzen förmlich beim wachsen zusehen kann. Es geht mir nicht um eine riesige Ernte und ich verzweifle auch nicht, wenn die Vögel sich ebenfalls am Obst bedienen, der Grauschimmel in einem regennassen Jahr die Brombeerernte zunichte macht oder die Zucchinipflanze Mehltau bekommt. Ich bin ja nicht davon abhängig. Aber die Zeit von der Blüte bis zum Apfel, vom Mini-Samenkorn bis zur Tomate ist eine kostbare Erfahrung für Groß und Klein. Ihr braucht keinen großen Acker, nicht mal einen Garten. Ganz viele Kräuter kommen ausgezeichnet im Topf zurecht und auch Salat und so manches Gemüse wächst in Gefäßen problemlos. Wichtig ist der richtige Standort. Die meisten Kräuter brauchen zur Entfaltung ihrer ätherischen Öle Sonne. Einige wenige kommen auch im Halbschatten klar. Gemüse benötigt ebenso Sonnenlicht. 

Wer in Töpfe pflanzen möchte, muss natürlich die Wasserversorgung besonders berücksichtigen. Staunässe ist für Gemüse und Kräuter genauso übel wie Trockenheit. In entsprechender Fachliteratur werdet ihr sicherlich Antworten auf die vielen Fragen finden, die sich gerade am Anfang einer Hobbygärtnerkarriere stellen. Ansonsten gilt hier wie im ganzen Leben: learning by doing ❤

Insekten unterstützen

Zum Schluss noch ein kleiner Herzenswunsch von mir. Wenn ihr jetzt loslegen wollt, für einen kulinarischen Hochgenuss eure eigenen Zutaten anzubauen, denkt dabei doch bitte an die fleißigen Insekten, die wir Menschen so viel dringender brauchen, als die Insekten uns. Mit einem Topf wildem Dost auf dem Balkon oder einem kleinen Beet bienenfreundlicher Blüten im Garten helft ihr den kleinen Nützlingen schon ein wenig und ganz wichtig ist Gärtnern ohne Pestizide. Letzteres sollte ohnehin klar sein, denn gespritzte Lebensmittel bekommen wir schon an jeder Ecke. Ich möchte für unseren Garten in Kürze noch ein Wildbienenhotel bauen. Wenn ihr Lust habt, macht doch mit. Ich werde wieder ein paar Fotos dazu machen und euch mit einem kleinen Text dazu ein bisschen Inspiration liefern. Bis bald, eure Steffanie ❤

CNV News-Podcast - Hören statt lesen!

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