Keine Fahrten am Dienstag

MS "Helgoland" ruht im Hafen: So ist die Lage derzeit auf See

von Wiebke Kramp | 10.02.2020

CUXHAVEN. Auch wenn die MS "Helgoland" wegen der Wind- und Wetterlage zurzeit nicht fährt, so gibt es dennoch eine so genannte Sturmwache. 

Das gilt nicht nur für die Brückenverantwortlichen wie Kapitän Ewald Bebber und Schiffsoffizierin Antje Busch. Die gesamte neunköpfige Fahrbesatzung ist dann an Bord des im Fährhafen vertäuten Seebäderschiffes, wenn wie gegenwärtig leichte Sturmfluten vorhergesagt sind. Über ein Meter höher als das mittlere Tidenhochwasser soll das Mittagshochwasser auflaufen.

Für Fahrgäste unangenehm

Frühzeitig hatte der Kapitän aufgrund der Wettervorhersage entschieden, dass MS "Helgoland" am Sonntag früh vor dem Sturm von Helgoland nach Cuxhaven fahren und am Montag die Schiffsverbindung zur Hochseeinsel wegen des Sturmtiefs einstellen würde. Auch Dienstag, 11. Februar, finden keine Fahrten mit MS "Helgoland" ab Cuxhaven nach Helgoland und zurück statt. "Bei solcher Wetterlage ist es schwer, im Hafen zu manövrieren. Dazu kommen noch die prognostizierten Wellenhöhen bis zu sieben Metern Höhe. Für Gäste sind solche Fahrten sehr unangenehm", so Kapitän Ewald Bebber.

415 Passagiere an Bord

Am Sonntagmorgen waren 415 Passagiere an Bord. Die Fahrt sei zwar mit bis zu zehn Windstärken eine Herausforderung gewesen, "aber die See war noch nicht so hoch aufgelaufen und dazu kam bei achterlicheer See unser gutes Stabilsierungssystem", so der Kapitän.

Geschehen wird beobachtet

Übrigens: Den Satz "Cassen Eils wäre bei dem Wetter noch gefahren", können weder Bebber noch Busch mittlerweile noch hören. "Auch Cassen Eils ist umgedreht, hat Fahrten abgesagt oder junge Offiziere zurückgepfiffen, wenn sie zu waghalsig waren", meint Kapitän Bebber. Und wann fährt die MS "Helgoland" wieder? "Wir beobachten das Wettergeschehen genau und entscheiden danach."

Wiebke Kramp

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

wkramp@no-spamcuxonline.de

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