Naturschutz

Nabu: Hände weg von Moorflächen in Ahlenfalkenberg

16.07.2018

LAND HADELN. Für ein Klimaschutzgebiet: Appell der Umweltschützer gegen geplanten Torfabbau dicht an den Grenzen der Naturschutzgebiete

 Die Naturschutzbund-Gruppe Land Hadeln lehnt den geplanten Torfabbau in Wanna-Ahlenfalkenberg entschieden ab. Das erklären die Umweltschützer in einer Pressemitteilung. „Wir befürchten, dass der Torfabbau durch die damit einhergehende großflächige Entwässerung des Gebietes die unmittelbar angrenzenden Naturschutzgebiete ‘Halemer See und Dahlemer See’ sowie ‘Ahlen-Falkenbergermoor’ mit seinem Kerngebiet, dem Fünfsee, nachhaltig schädigt“, erläutert Fritz Bechinger aus der Wingst.

Ein Blick auf die Karte zeige, die Ostwestausdehnung der potenziellen Abtorfungsflächen beträgt zwischen den Naturschutzgebieten gerade einmal 2900 Meter. Der Fünfsee mit seinen bislang unberührten Hochmoorflächen ist nur 250 Meter von der Grenze zum Grünland entfernt. Die Entfernung zum Dahlemer See, mit seiner einzigartigen Hochmoorabbruchkante, beträgt 300 Meter. Wer könne bei diesen Gegebenheiten die Garantie geben und übernehmen, dass diese Moornaturschutzgebiete durch den unmittelbar an ihren Grenzen geplanten Torfabbau und der damit einhergehenden Entwässerung nicht auf unbestimmte Zeit geschädigt werden.

Nach Ansicht des Nabu seien vorab keine Untersuchungen veranlasst worden. „Wir sind darum der Ansicht, dass auch die akute schleichende Mineralisierung der bislang landwirtschaftlich genutzten Flächen, dieses enorme Risiko einzugehen, nicht rechtfertigt. Wir sehen stattdessen in der aktuellen Debatte um den Torfabbau, die einmalige Möglichkeit, der letztlich verantwortlichen Politiker und der Verwaltung, sich hier aktiv für den Klimaschutz und gegen den Klimawandel einzubringen“, so der Naturschutzbund.

Vor dem Hintergrund, dass es Landwirte gebe, die ihre Flächen verkaufen möchten, biete sich die vielleicht letzte Chance des Erwerbs dieser Flächen für die öffentliche Hand, um sie so für unser aller Zukunft zu sichern. Statt Gartentorf und Renaturierung in ferner Zeit könne hier sofort ein großes zusammenhängendes Moor- und Klimaschutzgebiet schaffen werden, mit Potenzial für den Naturschutz und zur Erholung der Menschen. Die Naturschützer appellieren an die Verantwortlichen, sich gemeinsam für ein großes zukünftiges „Moor - und Klimaschutzgebiet Ahlenmoor“ einzusetzen. (red)

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