Am Mittwoch in Bülkau: Auch dort lief die Getreideernte 2019. Foto: Schröder
Landwirtschaft

Nach Dürre im Vorjahr: Landwirte im Cuxland positiv gestimmt

von Egbert Schröder | 13.08.2019

KREIS CUXHAVEN. Sie sind im Dauereinsatz: die Mähdrescher im Cuxland. Später als in anderen niedersächsischen Regionen ist zwar hier die Getreideernte gestartet, doch das Warten hat sich anscheinend gelohnt.

So deuten die ersten Einschätzungen von Experten darauf hin, dass - im Vergleich zum Vorjahr - eine bessere Ernte als 2018 eingefahren wird. Erster Gradmesser ist die Wintergerste - in den kommenden Tagen folgen Raps und Weizen.

Erntearbeiten begannen im Juli

Bereits Anfang Juli hatten die ersten Erntearbeiten in Niedersachsen begonnen. Der Start erfolgte auf den sandigen Böden im südlichen Emsland sowie im Osnabrücker Raum. Zu diesem Zeitpunkt standen die Mähdrescher im Cuxland weitgehend noch still.

Nach der Ernte 2018 ging eine starke Sogwirkung vom Markt für Futtergetreide aus. So wurde Roggen bereits als Ganzpflanzensilage zur Grundfutterversorgung des Milchviehs oder als Substrat für Biogasanlagen einsiliert. Die Rinderbetriebe benötigen weitere Futterreserven, um den jetzt aufgrund der Hitze fehlenden Grasaufwuchs auszugleichen.

Kritik vom Präsidenten

Niedersachsens Landvolk-Präsident Schulte to Brinke kritisiert in dem Zusammenhang die Zunahme politisch bedingter Reglementierungen wie eine weitere Verschärfung der Düngeverordnung oder Einschränkungen im Einsatz von Pflanzenschutzmitteln: "Die Welt ist ein Dorf, wir stehen in direkter Konkurrenz zu anderen Ländern."

Egbert Schröder

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

eschroeder@no-spamcuxonline.de

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