Die kleinen Fischer- und Sportboothäfen an der Unterelbe leiden zunehmend unter Verschlickung durch die Elbvertiefung zur Jahrtausendwende. Foto: Daniel Bockwoldt/dpa
Elbefonds

Nach Elbvertiefung: Fördergelder für Häfen können fließen

23.06.2020

KREIS CUXHAVEN. Aufgrund der vorangegangenen Elbvertiefung zur Jahrtausendwende leiden die kleinen Fischer- und Sportboothäfen an der Unterelbe zunehmend unter Verschlickung. 

Eine Vorgabe im Zuge der sogenannten Fahrrinnenanpassung, die derzeit umgesetzt wird, war es, einen Fonds zu bilden, um den kleinen Häfen dabei zu helfen, ihre Hafenbecken frei von Schlick zu halten. Der Elbe-Fonds, auch als "Schlickfonds" bezeichnet, steht jetzt zur Verfügung. Nach der Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig am 3. Juni, die Elbvertiefung endgültig zu genehmigen, ist der Weg für die Fördergelder der Stiftung Elbefonds frei.

Förderbescheide werden versandt

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann aus dem Kreis Pinneberg teilt mit: "Nach langen Jahren des Wartens können endlich Unterstützungszahlungen fließen, die den kleinen Unterelbehäfen dabei helfen, den Kampf gegen die Verschlickung zu finanzieren." Die erste Sitzung des Vergabeausschusses hat nach Angaben des Parlamentariers am 17. Juni stattgefunden, sodass in den nächsten Tagen Förderbescheide versandt werden können.

Mehr Entgegenkommen gewünscht

Der Abgeordnete hätte sich die Mittelfreigabe eher gewünscht, weil die Häfen an der Unterelbe bereits seit etlichen Jahren unter Verschlickung infolge vorangegangener Fahrrinnenanpassungen leiden. "Auch bei der Höhe der Zahlungen hätte ich mir mehr Entgegenkommen unserer hanseatischen Nachbarn gewünscht", sagt Rossmann mit Blick auf Hamburg, das als einer der Vorhabenträger der Flussvertiefung in den Elbe-Fonds einzahlt.

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