Niederländische Transporter fahren ins LPT. Foto: Soko Tierschutz
Tierquälerei

Nach Skandal: LPT holt Tiere aus dem Versuchslabor

08.11.2019

MIENENBÜTTEL. Unter den Augen der Behörden verkauft das LPT jetzt offenbar noch lebende Tiere aus seinem Versuchslabor in Mienenbüttel ins Ausland. Diese Beobachtung meldete die Soko Tierschutz.

Die Soko Tierschutz, die die Vorgänge in der niedersächsischen Außenstelle des Labors für Pharmakologie und Toxikologie derzeit engmaschig verfolgt, hat am Donnerstag zwei weiße Transporter mit niederländischen Kennzeichen beobachtet, die abends in das Mienenbütteler Versuchslabor fuhren. Zwar kommt auch die Tierkörperverwertungsfirma Rendac, die seit vielen Jahren im Auftrag des LPT die im Verlauf der Versuche getöteten Tiere aus Mienenbüttel abholt und wegen ihrer Toxizität als Sondermüll verbrennt, aus den Niederlanden und holt die toten Tierkörper mit ähnlichen Wagen ab. Soko-Chef Friedrich Mülln ist sich auf Nachfrage des Stader Tageblatts aber sicher, dass diese beiden Transporter nicht von Rendac waren und am Donnerstag keine toten, sondern lebende Tiere aus Mienenbüttel abtransportiert wurden.

"Das Labor verkauft seine Affen", sagt Mülln. "Die Behörden überwachen das. Leider legal." Bereits vor drei Wochen hatte LPT aus Mienenbüttel Affenkäfige abholen lassen - wohl jene Käfige, die bei den jüngsten Kontrollen der Behörden als zu klein und nicht den Gesetzesvorschriften entsprechend moniert worden waren.

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