BAUEN UND WOHNEN

Nachhaltigkeit im eigenen Heim fängt mit kleinen Dingen an: DIY-Bienenwachstücher

04.05.2020

Hallo zusammen! Meine ersten Bienenwachstücher habe ich geschenkt bekommen. Bis zu dem Zeitpunkt wusste ich von ihrem Sinn und Nutzen nur wenig. Inzwischen verwende ich sie in der Küche ständig und decke fast alles damit ab, wofür ich sonst Folie benutzen würde.

Einzig bei Frischfleisch, insbesondere Geflügel und Fisch, greife ich zu der konventionellen Alternative. In einer Zeit, wo es überall um Nachhaltigkeit geht, kam es mir also gerade recht, als ich beim Einkaufen einen Bienenwachspuk entdeckt habe, denn fertige Bienenwachstücher sind auf den ersten Blick nicht unbedingt preiswert, wenn man auf gute Rohstoffe Wert legt. Also lag es nahe, Tücher selber zu machen. Und weil es so einen Spaß macht und noch dazu wirklich einfach umzusetzen ist, möchte ich dieses Projekt gerne mit euch teilen. Vielleicht habt ihr ohnehin noch ein paar Baumwoll-Stoffreste im Schrank liegen, dann könnt ihr sie hierfür prima verwenden.

Ihr benötigt:

- Baumwollstoff (gewaschen und gebügelt, vorzugsweise dunklere Farben/Muster, denn durch das Wachs wird heller Stoff gelblich)

- Stoffschere/Zackenschere

- Bleistift

- Lineal oder Schüssel/Teller (für die Form der Tücher)

- Bienenwachs

- Reibe

- Backpapier

- Topflappen

Legt den vorbereiteten Stoff mit der schlechten Seite nach oben vor euch hin. Nun könnt ihr mit Hilfe von Lineal und Bleistift die gewünschte Größe eurer Tücher aufzeichnen, für Runde Formen nehmt ihr eine Schüssel oder einen Teller. Wenn ihr eure Tücher für bestimmte Gefäße verwenden möchtet, müsst ihr den Stoff rundherum etwa 2-3 cm größer als das abzudeckende Gefäß zuschneiden. Mit einer Zackenschere habt ihr neben der hübschen Optik den Vorteil, dass der Stoff nicht so leicht ausfranst.

Nun den Bienenwachspuk fein reiben. Das ist ein bisschen mühsam. Nehmt eine alte Reibe, das Bienenwachs lässt sich nur schwer entfernen. Wenn ihr eine Reibe aus Metall benutzt, entfernt ihr die Wachsreste einfach, indem ihr die Reibe zum Schluss ebenfalls einen Moment mit in den Ofen schiebt. Weniger Arbeit habt ihr mit fertigen Bienenwachspastillen. Achtet auf Bio-Qualität. Heizt den Backofen auf 100 Grad vor (Ober/Unterhitze). Dann das Backblech mit Backpapier auslegen. Nun legt ihr das erste Stück Stoff auf das Papier. Wie herum ist genau genommen egal. Verteilt die Bienenwachsspäne dünn auf dem ersten Stück Stoff. Wenn ihr mehrere Tücher habt, könnt ihr jetzt ein weiteres Tuch auf das erste legen. Wieder mit Bienenwachs bestreuen. Ich nehme maximal 5-6 Tücher übereinander. Den Abschluss oben macht das Wachs. 

Nun schiebt ihr das Blech in den Ofen. Wenn das Wachs nach 4-5 Minuten komplett geschmolzen ist, könnt ihr mit der Rückseite eines Esslöffels mehrmals fest in alle Richtungen über den Stoffstapel streichen, um das Wachs besser zu verteilen. Das geht am besten, wenn das Blech hierfür im warmen Ofen bleibt, denn das Wachs wird bei Raumtemperatur recht schnell fest. Die Tücher sollten gerade, aber komplett vom Wachs getränkt sein, ggfs. gebt ihr etwas Wachs über die noch freien Stellen und schmelzt es ebenfalls. Die fertigen Tücher am besten flach auf einem Backpapier auskühlen lassen. Hübsch verpackt sind sie auch ein schönes Mitbringsel. 

Kleiner Tipp zur Pflege

Die Tücher immer nur mit kaltem, höchstens lauwarmem Wasser von Hand reinigen. Ab und zu kann man auch ein mildes Spülmittel verwenden. Nie abschrubben, das schadet der Bienenwachsschicht. "Refreshen” könnt ihr die Tücher, indem sie einfach erneut auf Backpapier im Ofen erhitzt werden. Dann verschwinden die durch die Benutzung entstandenen Falten. Bei 100 Grad werden auch eventuelle Keime abgetötet. Viel Spaß, eure Steffanie ❤



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