BAUEN UND WOHNEN

Neue alte Lieblingsstücke

20.06.2020

Liebe Leserin, lieber Leser! Ständig wechselnde Trends rufen auch bei uns von Zeit zu Zeit den Wunsch von wohnlichen Veränderungen hervor. Um das zu verwirklichen, muss es nicht immer gleich eine kostspielige Renovierung sein!

Eine günstige Möglichkeit ist der Shabby Chic-Style. Ein Stil, bei dem Perfektion keine Rolle spielt, ganz im Gegenteil. Die Einrichtungselemente dürfen gerne Spuren ihrer Vergangenheit aufzeigen. Hier kommt es auch nicht auf die Fähigkeit an, ein Möbelstück perfekt zu lackieren, denn Patina und Gebrauchsspuren sind gefragt. Wunderbar geeignet sind also alte Möbel aller Art, ebenso Bilderrahmen, Spiegel und so weiter. 

Zweite Chance für alte Möbel

Für diesen Stil bieten sich helle, pudrige Farben an, gerne in Kombination mit altem Leinen, Bauernsilber, Rüschen und Spitze. Alte Holzdielen, die wir vorher unter Teppichboden versteckt haben, bekommen nach dem Abschleifen einen weißen Anstrich und auch der kleine Schrank, der als Erbstück wenig beachtet in der hintersten Kellerecke sein tristes Dasein fristet, bekommt nach einer Farbkur einen Logenplatz in den eigenen vier Wänden. Ein wenig romantisch darf es gerne sein, aber funktionell. Wer sich in diesen Wohnstil verliebt und zudem gerne kreativ ist, wird schnell süchtig. Es gab eine Phase in meinem Leben, da war kein Sperrmüll vor mir sicher. Natürlich muss man zuvor den Eigentümer fragen, ob man die Fundstücke mitnehmen darf, auch wenn sie bereits an der Straße stehen. Wer keine Lust hat, sich kopfüber in alte und entsorgte Möbel zu stürzen, kann auch neuen Möbelstücken den Charme vergangener Zeiten verpassen. 

Projekt "Hocker"

Bei mir war es heute ein simpler Hocker, den ich bereits vor einiger Zeit weiß gestrichen habe. Das Mittel der Wahl bei Shabby Chic sind Kreidefarben. Sie sind von matter Struktur und lassen sich gut mit Schmirgelpapier bearbeiten. Inzwischen gibt es im Handel fertige Kreidefarben in vielen verschiedenen Farben. Im Internet findet ihr auch Rezepte, um Kreidefarbe aus Acrylfarbe mit Hilfe verschiedener Zusätze wie Gips oder Natron selber herzustellen. Mit Krakelierlack, der die Farboberfläche reißen lässt, kann man zusätzlich den gewünschten Vintageeffekt erzielen. 

How to "Shabby Chic"

Zunächst muss das zu bearbeitende Möbelstück von grobem Schmutz befreit werden, anschließend raut man die Oberfläche mit feinem Schleifpapier an. Ich habe den weißen Hocker zunächst in einem Grauton gestrichen. Der Anstrich muss nicht deckend erfolgen, denn wir wollen ja, dass unser Möbelstück später Patina und Gebrauchsspuren hat. Wichtig ist, dass die Farbe vor dem nächsten Schritt gut durchtrocknet. Anschließend habe ich den Hocker erneut leicht angeschliffen. Den Schleifstaub vor der nächsten Farbschicht immer abfegen. Für den letzten Anstrich habe ich einen Türkiston gewählt. Nach dem Trocknen der Farbe wird ein letztes Mal geschliffen. Besonders die Kanten. Das Holz darf teilweise gerne durchkommen, ebenso die ersten Farbanstriche.

Wer seinem neuen "alten Möbelstück" jetzt noch ein wenig Schutz und Pflege zukommen lassen möchte, findet im Handel verschiedene Antikwachse. Mit Hilfe von Schablonen können so auch Reste von Holz zu dekorativen Schlüsselbrettchen, Handtuchhaken etc. umfunktioniert werden. Lasst euren Ideen freien Lauf! Vielleicht habe ich euch jetzt angesteckt und viele ungeliebte Möbelstücke bekommen eine neue Chance, was ja in Sachen Nachhaltigkeit total trendy ist. 

Viel Spaß und gutes Gelingen! 

Eure Steffanie ❤

CNV News-Podcast - Hören statt lesen!

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