Umzugsvorbereitungen

Neue Fundamente werden vorbereitet

07.07.2013

CUXHAVEN/ NEUENWALDE. Ein Umzug ist immer schwierig Wenn das Umzugsgut aus vier 5-Megawatt-Windkraftanlagen besteht, gilt das besonders. Seit rund vier Jahren wird die Verlagerung der Cuxhavener Testanlagen von Groden nach Neuenwalde schon vorbereitet. Jetzt steht die heiße Phase unmittelbar bevor.

Eigentlich sollte in der kommenden Woche mit den Vorbereitungen für den Rückbau der ersten der vier Testanlagen begonnen werden. Aufgrund der Wetterkapriolen in diesem Jahr musste der Zeitplan aber um drei Wochen nach hinten verschoben werden. Zwischen Anfang August und Ende September werden sich die Bauarbeiten an beiden Standorten konzentrieren, erläuterte Jens Hohlfeld, Geschäftsführer des mit der Gesamtplanung beauftragten Ingenieurbüros UTEC aus Bremen am Freitag.

Im Zwei-Wochen-Rhythmus sollen die einzelnen Anlagen dann mithilfe großer Mobilkräne abgebaut werden. Die vier Repower-Anlagen werden nach Angabe von Hohlfeld zunächst in der großen Halle von CSC zwischengelagert, gesäubert, teilweise zerlegt und für den Transport verpackt. Die für den Offshorebereich konzipierten Maschinenhäuser und Rotorblätter müssen zerlegt werden, um überhaupt über die Straße transportiert werden zu können. Die Enercon-Onshoreanlagen werden vorsichtig über die Autobahn bugsiert, weil sie im zerlegten Zustand unter den Autobahnbrücken hindurchpassen. Die beiden Offshoreanlagen von Repower sind zu sperrig. Sie werden auf der Landstraße via Dorum transportiert, wofür einige Kreuzungsbereiche und Kreisel im Kurvenbereich noch präpariert werden müssen. Das Hauptrisiko im Ablaufplan geht vom Wetter aus. Zu Verzögerungen könnte es kommen, wenn die großen Kräne wegen Starkwind nicht arbeiten können.

Der neue Windpark soll insgesamt sieben Anlagen aufnehmen, erzählt Gerhard Kopsike (60) von der Firma UTEC, der die Baustelle bei Hymendorf betreut . Dazu gehören neben den vier aus dem Cuxhavener Testfeld drei weitere Standorte, die den Betreibern im kommenden Jahr von der „Testfeld Langen-Neuenwalde GmbH“ als Kompensation für die erlittenen finanziellen Ausfälle angeboten werden.

Das Fundament für den ersten Umzugskandidaten, die Repoweranlage „Nr. 3“, ist inzwischen fertig betoniert. Der Betonsockel härtet zurzeit unter einer Plastikfolie aus. Die anderen drei Fundamente sind in unterschiedlichen Fertigungszuständen. Bei einem werden gerade 120 Tonnen Stahlstangen in den späteren Betonsockel eingeflochten, beim anderen sind just die Ortbetonpfähle rund 16 Meter in den Boden versenkt worden, bei dem letzten laufen noch die Erdarbeiten.

Den Anfang beim Abbau im Testfeld machen die beiden Enercon-Analgen, die beiden ersten von Cuxhaven aus gesehen. Begonnen wird dort mit dem Rückbau der Kabel, und zwar zunächst bei der Enercon E 112. Zwei Wochen später kommt ein großer Mobilkran, der die Flügel und das Maschinenhaus sicher zu Boden und auf die Lkw bringen soll. Der über 100 Meter hohe Ortbetonturm, auf dem die Anlage ruht, soll später gesprengt werden, wenn Maschinenhaus, Flügel und die gesamte Installation demontiert sind. Das Land Niedersachsen übernimmt die Kosten für die Verlagerung, damit die Fläche für die Ansiedlung weiterer Offshore-Betriebe frei wird. Die Stadt Cuxhaven hat die „Testfeld Langen-Neuenwalde GmbH“ mit der Planung und Abwicklung der Verlagerung beauftragt.

Von Thomas Sassen

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