Links neben dem Neuenkirchener Gemeindebüro war früher die Sparkasse. Dort soll jetzt ein Archiv untergebracht werden. Foto: Joppien
Lokales

Neuenkirchen: Kommunales Archiv in Ex-Sparkasse?

14.04.2019

NEUENKIRCHEN. Der Rat der Gemeinde Neuenkirchen hat einstimmig den Doppelhaushalt für 2019 und 2020 verabschiedet, der jeweils einen kleinen Überschuss von 8100 beziehungsweise 2100 Euro aufweist.

Das Etat-Volumen liegt 2019 leicht unter der Marke von 1,6 Millionen Euro und 2020 leicht darüber, so Kämmerer Sönke Westphal, der die wirtschaftliche Situation der Gemeinde als gut bezeichnete.

Im Vergleich zu den Vorjahren seien die finanziellen Spielräume etwas größer geworden, so Westphal. Es müssten keine neuen Kredite aufgenommen werden, die Tilgung vorhandener Kredite könne aber fortgesetzt werden. Die großen Projekte, die in der Vergangenheit realisiert worden seien - darunter das Ärztehaus und das Dorfgemeinschaftshaus - hätten "rentierliche" Schulden (rund 1,6 Millionen Euro) hinterlassen, so Bürgermeister Ingo Tietje, da die Investitionen durch Mieteinnahmen kostendeckend seien. Nach Abzug von Kreisumlage (474 000 Euro für 2019 und 549 000 Euro für 2020), Samtgemeindeumlage (485 000 Euro für 2019 und 561 000 Euro für 2020) und anderer Aufwendungen verbleibt der Gemeinde von den Erträgen ein Anteil von etwa 11 Prozent, der für Sach- und Dienstleistungen ausgegeben werden kann. Der größte Brocken davon, nämlich 70 000 Euro, fließt 2019 in die Unterhaltung von Gemeindestraßen (2020: 20 000 Euro).

Beabsichtigt ist, in den ehemals von der Sparkasse genutzten Räumen in dem Haus Dorfstraße 47 ein Archiv unterzubringen, in dem historisches Material aus der Kommune gesammelt werden soll. Deshalb wurden hierfür 22 500 Euro (2019) sowie 25 000 Euro (2020) für die nötige Erneuerung der Fenster eingeplant.

2019 werden 10 000 Euro nötig sein für Unterhaltung des Ärztehauses, mit 14 500 Euro (2019) und 10 000 Euro (2020) wird für die Unterhaltung der Straßenbeleuchtung gerechnet. Für die Aufstellung von Bebauungsplänen wurden für 2019 mit 20000 Euro kalkuliert.

10 000 Euro für den Spielplatz

Investiert werden in beiden Jahren jeweils 10 000 Euro in den Spielplatz, 100 000 Euro in den Ankauf von Grundstücken (2019) sowie 14 000 Euro in die Erschließung des Baugebiets "Krummes Feld" (2019). Wie Bürgermeister Ingo Tietje mitteilte, ist die Änderung des Bebauungsplans "Krummes Feld" inzwischen rechtskräftig. Deshalb könnten die verbliebenen Grundstücke, die zuvor als "Mischgebiet" ausgewiesen waren, nun als Bauplätze für Wohnzwecke an Interessenten verkauft werden. (gjo)

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