Hafenfest

Neuhaus: Pappbootrennen nur für Kinder

von Wiebke Kramp | 02.09.2019

NEUHAUS. Die Zeiten der spritzigen internationalen Pappboot-Weltmeisterschaft beim Hafenfest in Neuhaus scheinen unwiderruflich vorbei.

Diesmal durften nur Kinder und Jugendliche gegeneinander bei der traditionellen Pappbootregatta antreten. Erwachsenenrennen wurden mangels Interesse schon im Vorwege abgeblasen.

Wenigstens hatten Kinder wie Zuschauer ihren Spaß. Gut gesichert durch Rettungswesten und wasserseitige Begleitung durch das Feuerwehrboot bewältigten die Teilnehmer in mehreren Rennen in den fragilen Booten einen Bojenkurs im Hafen. Die neun Boote - allesamt an der Freien Schule Lernart in Oberndorf gebaut - waren als deutliches Signal des Veranstalters gedacht, dass man an dieser Hafenfest-Tradition gern festhalten und sie nicht ins Wasser fallen lassen möchte. Doch auch diesmal fiel der Zuspruch dürftig aus. Die Kinder und Jugendlichen jedoch, die sich bei Hanna Mahler angemeldet hatten und sich in die Pappboote wagten, hatten sichtlich Freude an diesem traditionellen Höhepunkt bei Hochwasser.

Das Hafenbest bot auch vor- und nachher Kurzweil in maritimer Umgebung. Für Mitmachaktionen sorgte die Adventure-Golfanlage von Stefan Eichsteller sowie Buddelschiffbauer Lothar Peterskeit, der nach eigenen Angaben beim Neuhäuser Hafenfest seit 38 Jahren aktiv dabei ist. Diesmal erhielt er Unterstützung von seinem Enkel Rene. Sein eigenes Schiff in der Flasche baute begeistert auch der neunjährige Liam (9) aus Hemmoor. Die weiteste Anreise hatten die Schwestern Mia (9) und Emma (10). Sie wohnen in Oregon in den USA und sind zurzeit mit ihren Eltern auf Verwandtenbesuch in Deutschland.

Kulinarisch ließ das Fest keine Wünsche offen. Seine Räucheraale wurden Hobbyfischer Hinnerk Kolster förmlich aus der Hand gerissen. Für Grillfleisch und Würste sorgte die Feuerwehr - und auch Kaffee und Torten im Hafenschuppen fehlten nicht.

Gästefahrten mit der Barkasse "Bärbel" mussten allerdings diesmal ausfallen. Ein Schaden an der Lenkung legte die Hafenbarkasse lahm - und das rührige Team, das den Oldie ehrenamtlich in Schuss hält, bat kurzerhand die Festgesellschaft um Spenden, um "Bärbel" wieder flott zu kriegen. Das Team vom Tourismus- und Gewerbeverein Ostemündung mit Stefan Eichsteller an der Spitze hatte das bunte Programm zusammengestellt. Den Auftakt nahm das Fest bereits am Freitag mit dem Hafenfestpokal, um den die Herren des Kehdingbrucher SC gegen den TSV Neuhaus kickten. Am Sonnabendvormittag wurden Flohmarkt- und Spielstände aufgebaut. Es gab nachmittags zur Umgebung passende Live-Musik vom Shantychor Hemmoor und abends spielte die Gruppe "Buntglas" zum Abschluss.

Wiebke Kramp

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

wkramp@no-spamcuxonline.de

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