188 Millionen Euro flossen an die Stadt Cuxhaven. Symbolfoto: Gambarini/dpa
Finanzen

Niedersachsen: Kommunale Finanzen auf Erholungskurs

10.07.2019

KREIS CUXHAVEN. Die Finanzlage der Städte und Gemeinden in Niedersachsen, darunter auch die Stadt Cuxhaven, erholt sich langsam.

Die Kommunen haben nach Einschätzung der Bertelsmann Stiftung den Ausstieg aus den Kassenkrediten geschafft - diese Kredite sind eine Art Dispo-Kredit der Kommunen. In den Jahren 2011 bis 2018 seien die Kassenkredite landesweit von 4,8 Milliarden auf 1,7 Milliarden Euro gesunken - das ein Rückgang um 65 Prozent, teilte die Stiftung am Dienstag in Gütersloh mit. Ausschlaggebend seien die gute Konjunktur und ein Hilfsprogramm des Landes gewesen, das unter Auflagen Hilfen von 1,7 Milliarden Euro für die Schuldentilgung zahlte.

Die größten Summen flossen an die Städte Cuxhaven (188 Millionen Euro), Hildesheim (130 Millionen Euro) und Göttingen (113 Millionen Euro). "Für die Zukunft müssen Land und Kommunen alles tun, um ein erneutes Abrutschen zu vermeiden", sagte René Geißler, Experte für Kommunalfinanzen bei der Stiftung.

Seit 2012 stiegen die Steuereinnahmen der niedersächsischen Gemeinden nach Angaben der Stiftung um 23 Prozent - Grund war die anhaltend starke Konjunktur. Eine Besonderheit Niedersachsens sei die direkte Nachbarschaft starker und finanzschwacher Regionen: So gehört Wolfsburg seit Jahren zu den steuerstärksten Kommunen Deutschlands, das Pro-Kopf-Aufkommen ist dort zweieinhalb Mal so hoch wie in Delmenhorst oder im Kreis Lüchow-Dannenberg. Diese wiederum zählten zu den steuerschwächsten Kommunen Westdeutschlands überhaupt. Die Rücklagen der niedersächsischen Kommunen legten zwischen 2012 und 2017 um die Hälfte auf 3,7 Milliarden Euro zu. (dpa)

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