Der niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) schließt angesichts steigender Corona-Infektionszahlen nicht aus, dass es in den Schulen eine Rückkehr zum Wechselmodell mit Präsenzunterricht und Homeschooling gibt. Symbolfoto: Deck/dpa
Coronavirus

Niedersachsen schließt Rückkehr zu Wechselmodell an Schulen nicht aus

06.11.2020

KREIS CUXHAVEN/HANNOVER. Der niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne schließt angesichts steigender Corona-Infektionszahlen eine Rückkehr zum Wechselmodell an Schulen nicht aus.

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne will die Schulen in der zweiten Corona-Welle "mit einem verantwortungsvollen Blick auf den Infektionsschutz" geöffnet halten. Nicht ausschließen will der SPD-Politiker dabei eine landesweite Rückkehr zu einem Wechselbetrieb zwischen Präsenzunterricht und Homeschooling mit geteilten Klassen, sagte der SPD-Politiker der «Neuen Osnabrücker Zeitung». 

Rückkehr zu Wechselmodell denkbar

Die Zahl der Schulen mit coronabedingten Einschränkungen ist in Niedersachsen seit Wochenbeginn deutlich gestiegen. Schon jetzt befinden sich mehr als 100 Schulen im Wechselbetrieb - dem sogenannten Szenario B.

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Mehr Schulen mit Corona-Einschränkungen

In Niedersachsen gibt es den Angaben zufolge rund 35 000 Klassen an 3000 Schulen. Mit Stand von Donnerstag kommt es aktuell an rund 340 Schulen zu Einschränkungen des Schulbetriebs, wie die «NOZ» unter Berufung auf das Kultusministerium berichtete. Sechs Schulen in Niedersachsen sind demnach ganz geschlossen, an 227 weiteren sind einzelne Klassen oder Lerngruppen nicht im Unterricht. Zudem organisierten 109 Schulen den Unterricht im sogenannten Szenario B.

Corona-Höchstwert im Kreis Cuxhaven

Vorgesehen ist das Szenario B derzeit in Regionen ab 100 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen, wenn an der jeweiligen Schule eine Infektionsschutzmaßnahme wie Quarantäne für eine Lerngruppe angeordnet wurde. Das sieht die neueste Corona-Verordnung des Landes vor. Im Kreis Cuxhaven ist die Sieben-Tage-Inzidenz am Donnerstag auf den bisherigen Höchstwert von 78,27. (dpa/red)

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