An Ostern könnte es in Cuxhaven trotz zuletzt steigender Neuinfektionen mit dem Coronavirus voller werden als im vergangenen Jahr: Niedersachsen will Urlaub im eigenen Land erlauben. Foto: Reese-Winne
Corona-Pandemie

Niedersachsen will Corona-Notbremse ziehen - und Urlaub im eigenen Land erlauben

22.03.2021

KREIS CUXHAVEN/HANNOVER. Angesichts  steigender Neuinfektionen will Niedersachsen die Corona-Notbremse ziehen. Gleichzeitig soll aber auch Urlaub im eigenen Land wieder möglich gemacht werden.

Die Situation ist verzwickt: Auf der einen Seite hat auch Niedersachsen mit zuletzt rasant steigenden Virus-Neuinfektionen zu kämpfen, auf der anderen Seite macht sich in großen Teilen der Bevölkerung eine Corona-Müdigkeit breit. Was also tun? Die niedersächsische Landesregierung hat sich für einen Mittelweg entschieden und will einerseits die Corona-Notbremse ziehen, andererseits Urlaub im eigenen Land erlauben. 

Osterurlaub im eigenen Land

Gemeinsam mit den beiden anderen Küstenländern Schleswig-Holstein und  Mecklenburg-Vorpommern will  Niedersachsen seinen Bürgern kontaktarmen Osterurlaub im eigenen Land ermöglichen. Dafür wollen die Ministerpräsidenten Daniel Günther (CDU), Manuela Schwesig und Stephan Weil (beide SPD) beim Bund-Länder-Gipfel am heutigen Montag werben, wie die Staatskanzleien der Länder mitteilten.

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Hotels bleiben außen vor

Demnach soll Urlaub nur innerhalb des eigenen Bundeslandes in Einrichtungen mit Selbstversorgung und eigenen sanitären Anlagen erlaubt sein. Dies würde für Ferienwohnungen, Ferienhäuser, Campingwagen und Wohnmobile gelten. Voraussetzung soll ein negativer PoC-Antigen-Test kurz vor der Anreise sein.

Niedersachsen will Notbremse ziehen

Da die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen Tagen jedoch stark angestiegen ist, hat Weil nahezu zeitgleich um Verständnis für die Rücknahme von Lockerungen geworben. "Die Situation ist ernst", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Zahl der Neuinfektionen wieder zu drücken, werde dieses Mal weit schwieriger als im Frühjahr oder Herbst, warnte er. "Die dritte Welle wird durch ansteckendere Virusmutationen getrieben und trifft auf eine Corona-müde Bevölkerung - das macht sie so brandgefährlich."

Keine Lockerungen in Sicht

Für Lockerungen sieht Weil keinen Spielraum: "In dieser brisanten Situation stur den Öffnungsplan abzuarbeiten, wäre verantwortungslos", betonte er. Stattdessen müssten Öffnungsschritte zurückgenommen werden, wenn die Inzidenz über 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in 7 Tagen steige. "Niedersachsen wird die beschlossene Notbremse ziehen, und ich rate allen, das auch zu tun", sagte Weil. (dpa)

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