Während Grundschüler in Niedersachsen bereits wieder in die Schulen kommen dürfen, will Kultusminister Grant Hendrik Tonne Präsenzunterricht zeitnah auch für weitere Jahrgänge wieder ermöglichen. Symbolfoto: Fischer/dpa
Corona

Niedersachsen will weitere Schulen für Präsenzunterricht öffnen

26.02.2021

HANNOVER/KREIS CUXHAVEN. Der niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) will zeitnah weitere Schulen im Land für den Präsenzunterricht öffnen. 

Er sei entschlossen, nach den für Mittwoch geplanten nächsten Bund-Länder-Beratungen weitere Schulen in Niedersachsen zumindest teilweise wieder zu öffnen. "Mein Ziel ist unverändert, so schnell wie möglich alle Schüler in den Wechselunterricht zurückzuholen", sagte Tonne der «Neuen Osnabrücker Zeitung». "Ich erinnere an unsere Erfahrungen mit den Grundschulen, die wir ja im Wechselmodell gelassen haben - und die sind wirklich gut."

Niedersachsen will weitere Schulen öffnen

Gleichzeitig betonte der Minister, der eigentlich schon für kommenden Montag weitere Schulöffnungen in Aussicht gestellt hatte, dass ihn keineswegs der Mut verlassen habe. "Aber ich habe immer auch gesagt, dass günstige Inzidenzwerte die Bedingung dafür sind, weitere Klassen in die Schulen zurückzuholen. Und da müssen wir leider feststellen, dass die vergangenen beiden Wochen nicht zufriedenstellend waren", erklärte der Vater von vier Kindern. Die derzeitige Stagnation bei den Corona-Zahlen und Unsicherheiten bei den Mutationen hätten ihn dazu bewogen, die Lage noch eine weitere Woche zu beobachten.

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Kultusminister hält Sonderweg für möglich

Tonne äußerte die Hoffnung, dass es zwischen den Ministerpräsidenten und der Kanzlerin zu "gemeinsamen Perspektiven für die Kitas und Schulen kommt". Sei dies nicht der Fall, behalte Niedersachsen sich vor, erneut auszuscheren. "Das ist kein Automatismus, aber ich sage auch nicht, dass es auf keinen Fall wieder einen niedersächsischen Sonderweg geben wird."

Impfangebot an Schulen soll ausgeweitet werden

Gleichzeitig forderte er, dass das Impfangebot für Grundschullehrer und Erzieher auch auf beispielsweise Hausmeister und Sekretärinnen ausgeweitet wird. "Eine Differenzierung wäre da nicht zu rechtfertigen, genauso wie ich es nicht für vermittelbar halte, Grundschullehrkräfte zu impfen, andere Lehrerinnen und Lehrer aber nicht", sagte Tonne.

Corona-Schnelltests sollen helfen

Große Hoffnungen setzt er in Corona-Selbsttests. "Mit diesen Tests kommen wir ganz sicher einen entscheidenden Schritt weiter. Wir werden diese Selbsttestungen für Schülerinnen und Schüler auf jeden Fall ermöglichen", betonte Tonne, warnte aber gleichzeitig vor allzu großen Erwartungen, was das Tempo der Umsetzung betrifft. (dpa)

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