Am Strand entdeckt

Nina (15) zaubert Skulpturen in den Sand

27.07.2016

DUHNEN. Die Ferien-Unterhaltung ist für die 15-jährige Nina gesichert: Sie formt authentische Tierfiguren aus Sand. Von Maren Reese-Winne  

DUHNEN. Kurz bevor es nicht mehr weitergeht, stoßen Spaziergänger am Duhner Strand auf eine Überraschung: Ein großes Pferd aus Sand und ein Seehund erheben sich da –naturgetreu gestaltet – aus dem Sand.

Davor hockt meistens die 15-jährige Nina Christ aus der Gegend von Frankfurt, verfeinert ihre Werke und arbeitet vor allem an der dritten Skulptur ihres Sommers, einem Elefanten. „Was, das hast du gebaut?“ ist die häufigste Reaktion der Strandspaziergänger, wenn sie die Tierfiguren sehen. „Die haben sogar schon gefragt, ob ich das beruflich mache.“

Zum achten Mal hintereinander verbringt die Schülerin den Sommerurlaub mit ihren Großeltern und ihrem Bruder am Duhner Strand.

In dieser Zeit ist sie zu einer echten Sandfiguren-Spezialistin geworden. Ein Vier-Meter-Krokodil, eine Schildkröte, einen Menschen und eine Sphinx hat sie in den vergangenen Jahren schon an den Strand gezaubert. Sie weiß genau: Einfach einen Haufen Sand aufzuschütten und daraus etwas zu modellieren, funktioniert nicht.

Sie braucht viel Geduld, um die Figuren Schicht für Schicht aufzubauen, immer wieder mit dem Wassersprüher zu benetzen und mit kleinen Kaffeerührern aus Plastik, die sie vom Kiosk oben an der Promenade bekommt, die Details zu modellieren. „17 Stunden habe ich an dem Pferd gearbeitet.“

Mühselige Reparaturen

Da ist es dann keine besondere Freude, morgens an den Strand zurückzukommen und festzustellen, dass das Gesicht eingetreten worden ist ... – bis zu vier Stunden ist sie dann beschäftigt, um mühsam die naturgetreuen Details wieder so hinzubekommen. Dabei möchte sie doch unbedingt noch das nächste Projekt, den Elefantenkopf, vollenden.

Dabei geht ihr Strandnachbar Jens Barth aus Salzgitter zur Hand, bringt Sand und Wasser heran, formt und glättet die Konturen. Vier Tage waren sie am Montag schon mit der Skulptur beschäftigt, in der zwei Kubikmeter Sand stecken.

Ein Gespür für das Malen hat Nina schon lange. Das hilft ihr, die richtigen Proportionen zu finden. Der Seehund hat aus dunklem Schlick ein richtiges Fell bekommen und sogar feine Schnurrhaare: Dafür hat Nina Federkiele von selbst gesammelten Federn benutzt.

Die Strandgäste rundherum freuen sich über die Attraktion zu ihren Füßen. Die Mädchen finden natürlich das Pferd am schönsten.

Der mit Steinen geformte Schriftzug „Spende“ ist vor einem eingebuddelten Sandeimer zu lesen, und tatsächlich freuen sich viele, das Ferien-Taschengeld aufzustocken.

Nach Vorlagen hat die 15-Jährige schon vorher im Internet gesucht: „Es müssen ja auch Sachen sein, die möglich sind.“ Ein Pferd musste natürlich wegen der vielen Pferde im Watt sein und Seehunde hat die Familie auch in natura bei einer Schifffahrt gesehen.

Nina und ihre Familie freuen sich noch auf viele Besucher im Laufe dieser Woche. Zu finden sind sie im Strandabschnitt 3 (dem letzten vor Nackeduhnien).

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