Die "Loch Rannoch" und die "Neuwerk" beginnen mit der Notschleppübung. Foto: Havariekommando
Havariekommando

Notschleppübung mit Rohöltanker auf der Nordsee

01.11.2019

CUXHAVEN. Am Freitag trainierten die norwegische Reederei Knutsen und das Havariekommando gemeinsam nordwestlich von Helgoland ein Notschleppszenario mit dem 270 Meter langen Rohöltanker "Loch Rannoch".

Ein "Boarding Team* wurde von dem Helikopter für maritime Notfallvorsorge auf dem Tanker abgesetzt, um beim Herstellen einer sicheren Schleppverbindung zu assistieren. Die Besatzungen der Mehrzweckschiffe "Neuwerk" und "Mellum" sowie des Notschleppers "Nordic" übten das Anlaufen und Manövrieren an den treibenden Tanker.

Zum Herstellen der Schleppverbindung wurde das Emergency Towing System (ETS) genutzt. Dies ist eine Vorrichtung, die weltweit für Tanker ab einer Größe von 20.000 Bruttoregistertonnen (BRZ) vorgeschrieben ist und den Aufbau einer sicheren Schleppverbindung erleichtert. Das Havariekommando plädiert dafür, dass auch andere Schiffstypen als Tanker mit vergleichbaren Systemen ausgestattet werden.

Die als Notschlepper eingesetzten Schiffe schleppten den Tanker auf verschiedenen Kursen. Das Schadstoffüberwachungsflugzeug Do 228 überflog das Übungsgebiet und lieferte Informationen an den On Scene Coordinator (OSC) auf der "Neuwerk". Für OSC Wolfgang Knopf vom Havariekommando war es eine  Besonderheit, mit einem Tanker dieser Größenordnung das Notschleppen zu trainieren. Der Rohöltanker "Loch Rannoch" fährt unter britischer Flagge.

Lesen Sie auch...
Fährverbindung

Cuxhaven und Brunsbüttel: Beide Seiten wollen eine neue Fähre

von Thomas Sassen | 17.01.2020

CUXHAVEN. Viele Cuxhavener werden sich an das vollmundige Versprechen von Heinrich Ahlers beim Nautischen Verein erinnern: Der Kaufvertrag für das norwegische Fährschiff "Fanafjord" sei zu 99 Prozent in trockenen Tüchern, der Rest nur noch Formsache. Das Geschäft platzte. Die Fähre blieb ein Traum. Das ist nun gut ein Jahr her.

100 Jahre alte Bark

Bremerhaven: Asbest und andere Schadstoffe auf der "Seuten Deern"

13.01.2020

BREMERHAVEN. Beim kommenden Abwracken des Segelschiffs "Seute Deern" in Bremerhaven müssen auch Schadstoffe entsorgt werden.

Containerhafen

Bremerhaven statt Hamburg: Neuer Liniendienst von Maersk?

10.01.2020

BREMERHAVEN. Die Reederei Maersk will einen Container-Liniendienst von Hamburg abziehen und nach Bremerhaven geben.

Keine Baggerungen

Spiekeroog: Peilschiff soll Ursache für festgefahrene Fähre finden

09.01.2020

SPIEKEROOG. Nachdem sich eine Fähre vor der Nordseeinsel Spiekeroog festgefahren hat und Passagiere stundenlang festgesessen haben, soll nun ein Peilschiff dort nach Untiefen untersuchen.