Die "Loch Rannoch" und die "Neuwerk" beginnen mit der Notschleppübung. Foto: Havariekommando
Havariekommando

Notschleppübung mit Rohöltanker auf der Nordsee

01.11.2019

CUXHAVEN. Am Freitag trainierten die norwegische Reederei Knutsen und das Havariekommando gemeinsam nordwestlich von Helgoland ein Notschleppszenario mit dem 270 Meter langen Rohöltanker "Loch Rannoch".

Ein "Boarding Team* wurde von dem Helikopter für maritime Notfallvorsorge auf dem Tanker abgesetzt, um beim Herstellen einer sicheren Schleppverbindung zu assistieren. Die Besatzungen der Mehrzweckschiffe "Neuwerk" und "Mellum" sowie des Notschleppers "Nordic" übten das Anlaufen und Manövrieren an den treibenden Tanker.

Zum Herstellen der Schleppverbindung wurde das Emergency Towing System (ETS) genutzt. Dies ist eine Vorrichtung, die weltweit für Tanker ab einer Größe von 20.000 Bruttoregistertonnen (BRZ) vorgeschrieben ist und den Aufbau einer sicheren Schleppverbindung erleichtert. Das Havariekommando plädiert dafür, dass auch andere Schiffstypen als Tanker mit vergleichbaren Systemen ausgestattet werden.

Die als Notschlepper eingesetzten Schiffe schleppten den Tanker auf verschiedenen Kursen. Das Schadstoffüberwachungsflugzeug Do 228 überflog das Übungsgebiet und lieferte Informationen an den On Scene Coordinator (OSC) auf der "Neuwerk". Für OSC Wolfgang Knopf vom Havariekommando war es eine  Besonderheit, mit einem Tanker dieser Größenordnung das Notschleppen zu trainieren. Der Rohöltanker "Loch Rannoch" fährt unter britischer Flagge.

CNV-Podcast - Hören statt lesen!

Lesen Sie auch...
"Traumschiff"-Dreh

Silbereisen mit "Traumschiff" in Bremerhaven: Nur einer darf Schiff verlassen

01.07.2020

BREMERHAVEN. Das ZDF bleibt länger in Bremerhaven. Nach dem "Traumschiff"-Dreh stehen weitere Arbeiten an. Einige Informationen sind durchgesickert.

Zweiter Weltkrieg auf See

Kriegsende in Cuxhaven vor 75 Jahren: Ertrunken in eiskalter Elbe

von Maren Reese-Winne | 30.06.2020

CUXHAVEN. Zahlreiche Menschen verloren beim Kriegsende vor 75 Jahren ihr Leben - auch auf See. Darunter befanden sich die Besatzungen der "Altenbruch" und des Fährschiffs "Lichtwark".

Gründe bekannt?

Nordsee und Elbe: Gründe für Fischsterben vor Cuxhaven bekannt?

29.06.2020

KREIS CUXHAVEN. Das Fischsterben an der Nordseeküste und in der Elbe hat nach Einschätzung der Schutzstation Wattenmeer wahrscheinlich unterschiedliche Gründe.

Menschen in Cuxhaven

Cuxhaven: Nautiker steuert auf Traditionskurs

von Thomas Sassen | 28.06.2020

CUXHAVEN. Beruflich steht Nils Karsten dort, wo viele seiner Kollegen gerne ständen: als Zweiter Offizier auf der Brücke eines Traumschiffes, derzeit auf der "Mein Schiff 5" der Reederei TUI-Cruises.