Gegenwärtig steht der Komplex in Oberndorf leer. Die Gemeinde sei noch in der Findungsphase, sagt der Bürgermeister. Foto: CNV-Archiv
Ehemalige Hengststation

Oberndorf: Leerstand in bester Lage

von Wiebke Kramp | 03.09.2019

OBERNDORF. Was wird jetzt aus der ehemaligen Hengststation in Oberndorf? Die Gemeinde ist Eigentümerin der Immobilie und hat auch das umliegende Gelände angekauft.

Dieser Backsteinkoloss befindet sich in bester zentraler Lage am Ostedeich an der Brücke.  Die ehemalige Deckstation steht zurzeit ungenutzt leer.

Wunschvorstellungen für die Leerstandsimmobilie gibt es einige, doch müssen sie auch finanziell machbar sein, gefördert und von der Dorfgemeinschaft mitgetragen werden.

Nach nach dem Weggang des Landgestüts nutzte die Firma Sandmeyer die Räume als vorübergehende Lagerstätte ebenso anschließend die Straßenbaufirma. Aber das war es dann auch.

Vorarbeit für eine Nachnutzung inform einer Machbarkeitsstudie hat ein von der Gemeinde beauftragtes Hamburger Büro geleistet. Doch buchstäblich scheinen diese Pläne nicht umzusetzen zu sein, weil dies den Kostenrahmen sprengen würde. Das hat auch die Kommunalaufsicht beim Landkreis Cuxhaven den Oberndorfern in Gesprächen deutlich gemacht, gleichwohl aber Unterstützung zugesichert, um weiterhin die Zukunft des Dorfes zu planen.

Der Gemeinderat Oberndorf hat jetzt offiziell seinem Bürgermeister Detlef Horeis das Mandat gegeben, die Nachnutzung der ehemaligen Deckstelle weiter zu verfolgen und zu entwickeln. Ohne Abstimmung mit der Kommunalaufsicht läuft allerdings nichts - und auch auf Fördermittel - etwa über die Leaderregion Kehdingen -Oste - werde man angewiesen sein. Als wichtigen Punkt, den man bei allen Planungen von vornherein im Blick haben müsse sind, nannte der Bürgermeister die Folgekosten.

Saal, Büros und Wohnungen

Aber zunächst muss ein zukunftssichere Nutzungskonzueot her. Nicht vom Tisch ist ein innerörtlicher Veranstaltungssaal für größere Feierlichkeiten jeglicher Art. In einer Bereisung haben sich die Ratsmitglieder in anderen Dörfern in der Umgebung umgeschaut und Ideen gesammelt. In Nordleda, Odisheim und Bülkau erlebten sie dabei verschiedene Dorfgemeinschaftshäusern mit unterschiedlichen Betreibermodellen. Weiterhin angedacht sind die Schaffung von benötigten Wohnjungen sowie von Büroräume - so genante "Coworking-Spaces, beim denen modern ausgestattete Arbeitsplätze und Infrastruktur zeitlich befristet zur Verfügung gestellt werden.

Ob es allerdings praktikabel sei, dies alles unter einem Dach zu realisieren ist ebenfalls Gegenstand künftiger Diskussionen. "Wenn oben in der Wohnung jemand schlafen möchte, und unten gefeiert wird, könnte dies zu Konflikten führen", meint Horeis. Um derartigen Kollisionen aus dem Weg zu gerhen, ist für ihn ein Neu- oder Anbau auf dem Gelände für Veranstaltungszwecke eher sinnvoll .

Detlef Horeis kündigte an, demnächst im Dorf viele Gespräche mit Vereinsvertretern und Einwohnern zu führen. In Stein gemeißelt ist noch gar nichts. "Jetzt sind wir weiter in der Findungsphase, was wir dort machen können..."

Wiebke Kramp

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

wkramp@no-spamcuxonline.de

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