Orkan "Ylenia" wütet im Landkreis Cuxhaven: Zahlreiche Einsätze für die Feuerwehr
KREIS CUXHAVEN. Der Orkan "Ylenia" hat auch im Landkreis Cuxhaven für zahlreiche Einsätze der Feuerwehren geführt. Die Lage ist nach wie vor angespannt, noch immer sind zahlreiche Einsatzkräfte unterwegs.
Alleine die Feuerwehr der Stadt Cuxhaven musste seit den frühen Morgenstunden am Donnerstag elf Mal zu Sturmeinsätzen ausrücken. "Seit drei Uhr sind die Einsatzkräfte im Einsatz", sagt der Cuxhavener Feuerwehr-Chef Stefan Matthäus.
Dachziegel herabgestürzt
Vorwiegend hätten sich die Einsatzkräfte um umgestürzte Bäume kümmern müssen. "Hinzu kommen heruntergefallene Dachziegel, im Matthias-Claudius-Weg sind Dachteile herabgeweht worden, die zwei Pkw beschädigt haben, die mussten wir sichern", berichtet Matthäus.
Bisher keine Personenschäden
Zu größeren Personen- oder Sachschäden sei es bisher nicht gekommen. "Das Einsatzgeschehen ist für eine Sturmnacht bisher noch gut händelbar", sagt Matthäus. Neben der Berufsfeuerwehr seien auch die freiwilligen Feuerwehren immer mit im Einsatz gewesen. Am Donnerstagmorgen sei die Feuerwehr bereits wieder im Einsatz. "Wir sichern die Gefahrenstellen ab", erklärt Matthäus.
Einsatzlage im Landkreis Cuxhaven "prekär"
Im Landkreis Cuxhaven hält die Einsatzlage ebenfalls an. "Die Lage ist prekär", heißt es aus der Regionalleitstelle in Bremerhaven. Im ganzen Landkreis Cuxhaven seien sämtliche Feuerwehren im Einsatz. Auch hier müssten sich die Einsatzkräfte vorwiegend um umgestürzte Bäume kümmern. Personenschäden gebe es bisher keine.
Deich in Sahlenburg wird dicht gemacht
Der Cuxhavener Feuerwehr-Chef rechnet damit, dass sich die Lage am Donnerstagnachmittag etwas beruhigen wird. "Die Wetterprognosen gehen bisher davon aus, dass der Wind in der Nacht von Freitag auf Samstag noch einmal zunehmen wird", sagt Matthäus. Weil dann auch mit mehr Hochwasser zu rechnen sei, würde die Cuxhavener Feuerwehr am Freitag vorsorglich die Deichscharte in Sahlenburg dicht machen.
Schienenersatzverkehr nach Hamburg
Start Unterelbe gibt an, dass der Sturm auch zum Stillstand des Schienenverkehrs zwischen Cuxhaven und Hamburg führt. "Die DB-Netz-Ag hat angeordnet, den Betrieb einzustellen", sagt ein Sprecher. Weil die Strecke nicht frei sei und die Sicherheit der Reisenden vor gehe, habe man auf Schienenersatzverkehr umgestellt. "Wir beginnen jetzt mit den ersten Erkundungsfahrten und wollen den Betrieb so schnell wie möglich wieder starten", so der Sprecher.
Kein Zugverkehr nach Bremen
Auch die Züge der evb, die Cuxhaven mit Bremerhaven verbinden, fahren aktuell nicht. Auf der Webseite der evb ist als Begründung angegeben, dass die DB-Netz-AG den Zugverkehr eingestellt habe und es keinen Ersatzverkehr gebe.
Vollsperrung auf der A27
Die A27 muss laut Polizei Cuxhaven aktuell zwischen Bremerhaven-Zentrum und Bremerhaven-Geestemünde in Fahrtrichtung Süden voll gesperrt werden, weil ein großer Baum umgestürzt ist. "Die Autobahnmeisterei ist gerade dabei, den Baum zu beseitigen", sagt Polizeisprecher Stephan Hertz. Zu Schaden gekommen sei niemand, der Baum sei von der Lärmschutzwand "aufgefangen worden".
Schulen im Landkreis Cuxhaven ausgefallen
Der Schulunterricht ist im Landkreis Cuxhaven am Donnerstag auf Grund der extremen Witterungsverhältnisse für alle Schülerinnen der Förderschulen, der allgemeinbildenden und der berufsbildenden Schulen aus. An den Schulen ist eine Aufsicht für die Schüler eingerichtet, die trotz Sturm zur Schule gekommen sind.
Google News
Wenn Sie etwas googeln, bekommen Sie neben den normalen Ergebnissen auch eine Box mit aktuellen News angezeigt. Wenn Sie CNV-Medien als bevorzugte Quelle hinterlegen, tauchen unsere Inhalte dort häufiger für Sie auf. Hier CNV-Medien als bevorzugte Quelle hinzufügen.
CNV-Newsletter
Wissen, was im Cuxland los ist: Alle wichtigen Nachrichten aus der Stadt und dem Landkreis Cuxhaven direkt in Ihr Postfach. Hier für den CNV-Newsletter anmelden.