Ein Blick in die belebte Otterndorfer Innenstadt. Foto: CN/NEZ-Archiv
Kommentar zur Innenstadt

Otterndorf: Zum guten Service gehören auch einheitliche Zeiten

von Christian Mangels | 07.10.2019

In der Innenstadt Otterndorfs gibt es keine einheitlichen Zeiten der Geschäfte. Dazu ein Kommentar von Jens-Christian Mangels.

Die Innenstadt von Otterndorf befindet sich im Wandel: Am Standort ehemaliger Traditionsläden machen immer mehr Dienstleister, Versicherungen und Handwerker Geschäfte. Es fehlt an kleinen, charmanten Einzelhändlern und Boutiquen. Die Politik sieht akuten Handlungsbedarf - die Otterndorfer City soll wieder "sexy" werden.

Aber wie kann die Belebung gelingen? Die Vereinheitlichung der Öffnungszeiten wäre aus meiner Sicht ein erster Schritt in die richtige Richtung. Denn, seien wir mal ehrlich: Derzeit gibt es bei den Ladenzeiten ein buntes Durcheinander. Das eine Geschäft schließt um 18 Uhr, das andere eine halbe Stunde früher, das dritte wiederum erst um 19 Uhr. Einige Händler haben durchgehend geöffnet, die anderen schließen über Mittag. Am Sonnabend driften die Geschäfte besonders weiter auseinander. Man bekommt den Eindruck, dass die Läden fast willkürlich geöffnet oder geschlossen haben, von Einheitlichkeit keine Spur.

Die Einzelhändler haben eine große Chance. Im Kampf gegen die großen Online-Portale können sie mit persönlicher Beratung und Service punkten. Eine Ware, die sich anschauen, anfassen und gleich mitnehmen lässt, ist ein ganz anderer Kaufanreiz als ein Bild auf dem Monitor. Mit einheitlichen Öffnungszeiten wird ein Einzelhandelsstandort zusätzlich attraktiv. Und Besucher, die durch den Einkaufsort flanieren und ihn genießen, kommen dann gerne ein andermal wieder.

Für mich ist die Sache klar: Eine gemeinsame Kernöffnungszeit ist ein Muss.

Christian Mangels

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

cmangels@no-spamcuxonline.de

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