Arbeit von Esther Stocker (Papier bedruckt). Foto: Hofer
Ausstellung

Otterndorfer Museum mit Fassadenkunst

12.09.2018

OTTERNDORF. Am Sonnabend wird das Fassadenkunstwerk der Künstlerin Esther Stocker an der Front des Museums gegenstandsfreier Kunst in Otterndorf präsentiert. (red/ur)

Das Projekt des Museums gegenstandsfreier Kunst in Otterndorf stand lange auf der Kippe, sowohl was die Genehmigung angeht als auch die Finanzierung. Am Sonnabend wird es der Öffentlichkeit präsentiert: Das Fassadenkunstwerk der in Wien lebenden Künstlerin Esther Stocker an der Front des Museumsgebäudes. Es ist kein Geheimnis, dass das "Geometrische Glück", so der Titel, nicht unumstritten war.

Nun kann sich jeder selbst davon ein Bild machen, ob sich das von der Niedersachsen Stiftung, dem Landschaftsverband Stade, vom Förderverein MgK und dem Landkreis Cuxhaven geförderte Kunstwerk an der Fassade in die Umgebung der Altstadt einfügt. Ohne Frage werden die geometrischen Felder auf basaltgrauem, monochromem Grund, die an Fachwerk erinnern, für Aufsehen sorgen - nicht nur in Otterndorf, sondern in der gesamten Kunstwelt. Laut Museum handele es sich nicht um eine willkürliche Fassadengestaltung, sondern um ein Kunstwerk, das speziell für diesen Ort und diese Fassade unter bewusster Berücksichtigung der historischen Umgebung konzipiert worden sei.

Das Museum entschied sich für den Vorschlag der 1974 in Südtirol geborenen Esther Stocker, weil sie sich mit architektonischem Kontext auseinandersetzt; auch in ihren Skulpturen und Malereien, die sie im Innenbereich des Museums ausstellt. Die konsequent nicht-abbildende, minimal-konstruktive und in der Tradition konkreter Kunst stehende künstlerische Position Stockers genießt im internationalen Kunstbetrieb hohe Anerkennung.

In der begleitenden Ausstellung im Museum haben die Betrachter die Möglichkeit, das Werk nachzuvollziehen. Auch hier setzt sie Räume und Architektur in ein neues Licht, in neue Bezüge. Die Architektur und ihre Nachbarschaft werden hinterfragt und neu definiert. Das Alte und das Neue bilden keine Konkurrenz, sondern treten in einen Dialog. Zur Eröffnung der Ausstellung am Sonnabend, 15. September, spricht der Galerist und Architekt Matthias Seidel, Berlin.

Das "Kuckucksei" zeigt das Foto einer Haute-Couture-Robe, die eine Zusammenarbeit Esther Stockers mit der niederländischen Modeschöpferin Iris van Herpen dokumentiert (https://www.youtube.com/watch?v=xuiROmGAYOo). (red/ur)

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