Das Bundesjugendballett von John Neumeier steht für ausdrucksstarke Bilder auf der Bühne. Foto: Silvano Ballone
Veranstaltung

Otterndorfer Schwimmbad wird zur Ballettbühne

von Christian Mangels | 09.10.2019

OTTERNDORF. Das Bundesjugendballett von John Neumeier liebt ungewöhnliche Spielstätten. Die Compagnie ist schon im Gefängnis aufgetreten, in einer psychiatrischen Klinik und auf dem Dach des Reichstags.

Ende November machen die jungen Tänzerinnen und Tänzer wieder einmal die Otterndorfer Sole-Therme zur Ballettbühne. Veranstalter sind das Kulturbüro der Stadt Otterndorf und die Sole-Therme.

Das Bundesjugendballett kommt bereits zum sechsten Mal in die Medemstadt. Dort, wo sonst Badegäste sich vergnügen, präsentiert das Bundesjugendballett Tanzkunst der Spitzenklasse. Für vier Aufführungen, am Freitag, 29. November, 19.30 Uhr, und Sonnabend 30. November, 20 Uhr, sowie am Sonntag, 1. Dezember, 15 Uhr und 18.30 Uhr, wird das 25 Meter lange und 12,5 Meter breite, leergepumpte Schwimmbecken der Sole-Therme zur Bühne und zum Zuschauerraum. In den Workshops am 30. November ab 15 Uhr für die Altersgruppe 8 bis 12 Jahre und um 16.30 Uhr für die Altersgruppe 13 bis 16 Jahre können die Nachwuchs-Tänzerinnen und -Tänzer aus unserer Region gemeinsam mit dem Ensemble tanzen. Die Workshops sind kostenfrei, aber eine Anmeldung über das Kulturbüro ist erforderlich, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

Tanz habe auch eine gesellschaftliche Relevanz, heißt es in einer Presseankündigung des Otterndorfer Kulturbüros. "Dessen Ziel ist es, Gemeinschaft zu stiften und ein Wir-Gefühl zu schaffen - gerade bei jungen Zuschauern. Es geht darum, Menschen unterschiedlicher Herkunft und Prägung durch Bewegung und Kreativität zusammenzubringen."

Wichtiger sozialer Aspekt

Bundesjugendballett-Intendant John Neumeier fasst die Ausrichtung der Compagnie folgendermaßen zusammen: "Mit einem eigenen Repertoire, das Gefühl, Bewusstsein und Ideen der jungen Generation kreativ spiegelt, scheint mir das Jugendballett ideal für die Vermittlung zwischen Jugendkultur, Hochkultur und Bevölkerung. Und es hat einen wichtigen sozialen Aspekt, der eine positive Wirkung nach außen bringen wird."

Im Vorverkauf kosten die Eintrittskarten 42 Euro (ermäßigt: 32), an der Abendkasse drei Euro mehr - falls dann noch Karten da sind.

Christian Mangels

Redakteur
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

cmangels@no-spamcuxonline.de

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