Die Tierrechtsorganisation "Peta" fordert jetzt Landrat Kai-Uwe Bielefeld (parteilos) auf, die Fuchsjagd im Landkreis Cuxhaven zu verbieten. Symbolfoto: Schulze
"Mäuseplage"

"Peta" fordert Verbot von Fuchsjagden im Kreis Cuxhaven

22.08.2019

KREIS CUXHAVEN. Aufgrund der Trockenheit und milderer Winter klagen Landwirte, Gartenbesitzer und Deichverbände über eine "Mäuseplage" (wir berichteten).

Die Tierrechtsorganisation "Peta" fordert jetzt Landrat Kai-Uwe Bielefeld (parteilos) auf, die Fuchsjagd im Landkreis Cuxhaven zu verbieten, denn jedes Tier ernähre sich Untersuchungen zufolge von rund 3000 Mäusen pro Jahr.

"Hobbyjäger betrachten Füchse als lebendige Zielscheiben oder als Konkurrenten und verfolgen sie in den meisten Jagdrevieren gnadenlos. Die sinnlose Jagd auf die nützlichen Tiere trägt zum Populationsanstieg der Nager bei, da so ihre wichtigsten natürlichen Feinde ausgeschaltet werden", teilt Nadja Michler, Fachreferentin für Wildtiere bei Peta, mit.

Allein in Niedersachsen würden Jäger jährlich über 47 000 Füchse töten. Daher appelliert die Tierrechtsorganisation zudem an das niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, die flächendeckende Fuchsjagd landesweit auf den Prüfstand zu stellen.

"Gift im Einsatz gegen Nager"

"Während die Landwirte über die Anzahl der Mäuse klagen, töten Jäger die natürlichen Feinde der Nager massenhaft ohne vernünftigen Grund. Damit tragen sie erheblich zum Populationsanstieg bei. Oftmals werden sogar hochgiftige Substanzen auf den Feldern ausgebracht, die wiederum andere Tierarten gefährden. Der Landkreis Cuxhaven muss den ökologischen Wahnsinn beenden und die Jagd auf Füchse umgehend verbieten", so Michler.

In Luxemburg sei die Fuchsjagd bereits seit April 2015 verboten. Die zum Teil noch immer geäußerten Bedenken gegenüber den Beutegreifern beruhten auf längst widerlegten Annahmen. Deutschland sei seit 2008 frei von terrestrischer Tollwut und der Fuchsbandwurm zähle zu den seltensten Parasitosen Europas.

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