Im Alten Fischereihafen will die Betreibergesellschaft eine Mischung aus Tradition und Moderne etablieren. Grafik: Alter Fischereihafen Cuxhaven GmbH
Ideenwettbewerb

Pioniergeist für den Alten Fischereihafen gefragt

12.06.2019

CUXHAVEN. Unter dem Motto "maritime Tradition neu gedacht" sollen sich künftig im Alten Fischereihafen (AFH) Gastronomien und Manufakturen, Hotels und Freizeitangebote, Büros und Services verbinden.

Ab jetzt können sich interessierte Gründerinnen und Unternehmer aus Cuxhaven und der Region mit ihren Ideen bewerben.

Der Fahradkulturladen suche schon ganz konkret Betreiber, ebenso das Krabbenfischer-Restaurant, heißt es in einer Pressemitteilung der Betreibergesellschaft. Für die meisten Flächen im Alten Fischereihafen gehe es aber im ersten Schritt noch um Ideen und Konzepte, wie Unternehmer Norbert Plambeck sagt: "Wir haben versprochen: Die Cuxhavener erfahren es als erstes. Also erfahren sie als erstes: Wir suchen engagierte Gründer und Betreiber für Gewerbe im AFH."

Tradition zeitgemäß erhalten

Die Entwicklung soll zum Impuls für Stadt und Region werden. Dafür wurde in den vergangenen Monaten intensiv an einem Nutzungskonzept gearbeitet: Fischhallen und alte Schmieden sollen saniert, die Kaimauer restauriert und mit einer Tiefgarage untertunnelt werden. Dazu ist eine Reihe von Neubauten geplant, die Raum bieten für Gastronomie und Kultur, Übernachtungsmöglichkeiten, Veranstaltungen und Büroflächen.

"Es geht uns um eine ganzheitliche Entwicklung des Geländes. Wir möchten, dass die Tradition des Fischerei- und Hafenstandorts in einem zeitgemäßen und zukunftsweisenden Nutzungskonzept weiterlebt", sagt Plambeck. Um die Vision mit Leben zu füllen, setzt er nun auf den Gründergeist der Cuxhavener: "Für uns war immer klar: Wenn sich jemand von hier bewirbt und das Konzept stimmt, ist das für uns die beste Lösung."

Offen für neue Felder

"Im Fischereihafen werden weiter Krabben gepult und Netze geflickt, aber künftig vielleicht auch Biere gebraut oder Surfboards gehobelt", sagt Thomas Wind, einer der beiden Geschäftsführer des AFH.

Die Handwerkstradition des Ortes soll in einer Vielzahl von Manufakturen aufgegriffen werden, die Geschichte als "Tor zur Welt" in thematischen Veranstaltungen und "weltgewandter" Gastronomie.

"Wir suchen Bäcker und Brauer, Destillerien und Kochkurs-Anbieter, aber auch innovative Unternehmen und allgemein Menschen mit großen Ideen, die hier in Cuxhaven etwas starten wollen", sagt Thomas Wind.

Verschiedene Schwerpunkte

Neben Gastro- und Erlebnisangeboten sollen in die Alten Fischhallen unter anderem ein Fahrradhotel und eine Markthalle einziehen. Geplant sind auch ein Designhotel mit Fokus auf Geschäftsreisende und ein Premium-Hotel mit öffentlicher Aussichtsplattform als architektonische Landmarke an der Hafenausfahrt.

Kim Pörksen, Geschäftsführer der Agentur "going places", leitet im Auftrag der Alter Fischereihafen Cuxhaven GmbH die Marken- und Nutzungskonzeption für den AFH und denkt dabei noch einen Schritt weiter: Für die rund 20 000 Quadratmeter Bürofläche mit Hafenblick will er vor allem Unternehmen aus der Wachstumsbranche der sauberen Technologien gewinnen, um zu einem "Schaufenster Energiewende" zu werden.

Aber auch kurzfristig zur Zwischennutzung werden "Macher und Mieter" gesucht. Die Ideen reichen vom temporären Beachclub bis zur Atelier- oder Lagerfläche.

Mehr Inspirationen soll am Donnerstag eine öffentliche Info-Veranstaltung in den Hapag-Hallen bieten.

Mehr erfahren

Für interessierte Cuxhavener und Gäste wird das Nutzungskonzept am Donnerstag, 13. Juni, ab 19 Uhr im Kuppelsaal der Hapag-Hallen (Lentzstraße 1) vorgestellt.

Bis dahin können Vision und Mietflächen schon auf der neuen Internetseite www.afhcuxhaven. de begutachtet werden.

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