Helgolands Bürgermeister Jörg Singer im Offshore-Windpark vor seiner Hochseeinsel. Foto: Kramp
Energiewende

Projekt AquaVentus: Helgoland als Wasserstoff-Knotenpunkt

von Wiebke Kramp | 06.05.2020

HELGOLAND. Die Hochseeinsel Helgoland bringt sich als Knotenpunkt für den Energiespeicher Wasserstoff ins Spiel. Aktuell entsteht aus der Vision das Projekt AquaVentus.

Zur Umsetzung der Wasserstoffstrategie der Bundesregierung wirbt Helgoland jetzt mit einem eigenen Konzept für die Erzeugung von grünem Wasserstoff in der Nordsee. Die Hochseeinsel sieht sich künftig als Sammelpunkt von zentraler Bedeutung und will die Rolle als zentraler Wasserstoff-Knoten übernehmen. 

Helgoland soll klimafreundliche Insel werden

"Wir haben uns zum Ziel gesetzt, unsere Stärken und die Vernetzung mit der Spitzenforschung und führenden Unternehmen zu nutzen, Helgoland in eine klimafreundliche Insel zu verwandeln", erklärt Helgolands Bürgermeister Jörg Singer in einer Pressemitteilung. 

Wasserstoff aus erneuerbaren Energien gewinnen

In der Gewinnung von Wasserstoff aus erneuerbaren Energien auf See sehe er das Potenzial, den Mobilitätssektor im Meer sowie Industriestandorte in ganz Deutschland weiter zu dekarbonisieren.  "Die Pilotprojekte AquaPrimus und AquaSektor unterstützen ab 2022 den Technologie-Hochlauf und schaffen die notwendige Infrastruktur vor Ort. Bis 2030 entsteht von dort die zentrale Sammel-Pipeline an die Küste, die unter anderem in das dort entstehende Wasserstoffnetzwerk GET-H2 anbinden kann."

Projekt AquaVentus auf dem Vormarsch

Alle im Rahmen des AquaVentus Konzeptes entwickelten Projekte planten zeitgleich und unabhängig davon ihre Anbindungen an den Sammelpunkt Helgoland, ohne dass weitere Querungen des Wattenmeers notwendig werden, so Jörg Singer und kündigt an: "In den nächsten Wochen entsteht aus der Vision das Projekt AquaVentus." 

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Wiebke Kramp

Redakteurin
Cuxhavener Nachrichten/Niederelbe-Zeitung

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