Blütezeit:

Raps: Farbtupfer im Kreis Cuxhaven

11.05.2016

KREIS CUXHAVEN. Auch im Landkreis Cuxhaven grassiert die "Gelbsucht": Die Rapsblüte ist in vollem Gange. Von Egbert Schröder

Der Rapsanbau ist nicht nur aus landwirtschaftlicher Sicht von Bedeutung. Vielmehr befinden sich Tag für Tag jede Menge Bienen im Anflug auf das gelbe Blütenmeer. Der Tisch ist für sie zurzeit reich gedeckt – ganz im Gegensatz zum Spätsommer.

Die Rapsblüte hat angesichts der tiefen Temperaturen im April relativ spät begonnen. Doch Walter Hollweg (Pressesprecher der Landwirtschaftskammer Niedersachsen) ist davon überzeugt, dass sich dies nicht akut auf die Ernteerträge auswirken wird: „Die Kälte konnte der Kultur bisher wenig anhaben.“

Er bezeichnet Raps als die „wichtigste heimische Ölpflanze“, die in Niedersachsen auf rund sechs Prozent der Ackerfläche (rund 120000 Hektar) angebaut werde. Dabei handelt es sich um einen vergleichsweise stabilen Durchschnittswert.

Knapp vier Wochen lang sorgt der Raps für farbliche Akzente in der Landschaft und ist in dieser Zeit Anziehungspunkt der Bienen, die Pollen sammeln. Pro Hektar – so eine Schätzung des Landvolkverbandes – werden so bis zu 100 Kilogramm Honig „geerntet“.

Bauern und Imker sitzen beim Anbau dieser einzigen blühenden Feldpflanze übrigens in einem Boot. Denn nur durch die Bestäubung entwickeln sich aus den gelben Blüten Schoten, in denen sich die wenige Millimeter großen schwarzen Körner befinden. Aus den ölhaltigen Körnern werden unter anderem Speiseöl, aber auch Biodiesel oder biologisch abbaubare Schmierstoffe gewonnen.

Die Ernte fahren die Landwirte nach Angaben des Hadler Maschinenringes in der Regel im Juli ein. „Das kann aber durchaus angesichts verschiedener Faktoren schwanken“, so Tobias Schumacher vom Hadler Maschinenring (Cadenberge). So seien die Schoten im Vergleich zu früheren Zeiten mittlerweile widerstandsfähiger gegen äußere Einflüsse und könnten den einen oder anderen Regenschauer überstehen.

Beim Anbau dieser Ölfrucht bewegen sich die Landwirte mit Blick auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in einem engen gesetzlichen Rahmen. „Wir müssen im Raps noch sorgfältiger arbeiten und jegliche Belastung der Bienen ausschließen“, sagt Jürgen Hirschfeld, der beim niedersächsischen Landvolkverband den Pflanzenbau-Ausschuss leitet. Auf der anderen Seite benötigten die Landwirte aber auch „geeignete Pflanzenschutzmittel, um die Pflanzen vor Schädlingen zu schützen“.

Wenn während der Blütezeit Pflanzenschutzeinsätze erfolgen müssten, sollten diese nur nach 19 Uhr stattfinden, wenn der Bienenflug beendet sei, rät der Experte seinen Berufskollegen. Hirschfeld: „Wenn der Landwirt bei Dunkelheit mit der Spritze losfährt, hat das also nichts damit zu tun, dass er etwas zu verheimlichen hat. Er macht das zum Schutz der Bienen.“ Also sollte sich - so Hirschfeld - niemand wundern, wenn auch im Kreis Cuxhaven Landwirte am Abend noch auf ihren Rapsfeldern im Einsatz sind

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