Vormachtstellung

Samtgemeinderat der Börde Lamstedt wird jünger

13.09.2016

BÖRDE LAMSTEDT. Die CDU gewann auf Samtgemeindeebene 660 Stimmen mehr als 2011 und hält in der Börde Lamstedt nach der Kommunalwahl 2016 weiterhin klar die Vormachtstellung. Von Carmen Monsees

Doch auch die SPD hatte Grund zum Jubeln. Ihre jüngste Kandidatin mit Migrationshintergrund schaffte den Sprung in den Samtgemeinde- und Gemeinderat. Der Wahlabend zog sich am Sonntag lange hin und forderte Wahlhelfern und Wahlleitungen äußerste Konzentration und Ausdauer ab. Erst spät in der Nacht war das vorläufige amtliche Endergebnis einzusehen.

„Die jungen Ratsmitglieder, die erstmalig ein kommunalpolitisches Mandat übernehmen, wollen wir behutsam an die Hand nehmen“, betonte Samtgemeindebürgermeister Holger Meyer am Tag danach, sichtlich erfreut über die jungen Zuwächse. „Der neue Samtgemeinderat der Börde Lamstedt verspricht eine bunte Mischung“, fügte er hinzu.

Zwei Sitze mehr

Das Gremium hat sich zudem aufgrund des Einwohnerzuwachses um zwei Sitze – von 16 auf 18 Sitze – erhöht, die die CDU für sich gewinnen konnte. Die Zahl der Wahlbeteiligten hat sich gegenüber dem Jahr 2011 von 4917 auf 5020 (+103) Wahlberechtigte erhöht. Die Wahlbeteiligung erhöhte sich um 2,74 Prozent auf 69,90 Prozent.

Der Spitzenkandidat der CDU, Axel Quast (kleines Foto oben links), verzeichnete einen gehörigen Stimmenzuwachs. Über die Personenwahl schenkten 1869 Wähler (+483) dem Kreistagsabgeordneten das Vertrauen.

Lamstedts Bürgermeister und Kreistagsabgeordneter Manfred Knust (kleines Foto oben Mitte) kletterte von 1361 auf 1652 Stimmen (+291). Beide Christdemokraten schafften es, in den Kreistag einzuziehen. Der Nordahner Axel Quast erhielt 3103 Stimmen, der Lamstedter Manfred Knust 2610 Stimmen im Wahlbezirk Börde Lamstedt/LandHadeln/Hemmoor. Für den Kreistagsabgeordneten Cord-Johann Otten haben sich die Mühen im Wahlkampf nicht ausgezahlt. Der Hollnsether Bürgermeister ist in der kommenden Legislaturperiode nicht mehr im Kreistag vertreten (954 Stimmen). Auf Samtgemeindeebene verlor Otten 174 Stimmen (615) gegenüber der Kommunalwahl 2011 mit 789 Stimmen.

Mit der 19-jährigen Nivaashini Arulrajasingham (SPD) aus Lamstedt, genannt „Nisha“ (kleines Foto rechts) und der 29-jährigen Sandra Steffens-Dammann (CDU, kleines Foto oben rechts) aus Armstorf soll frischer Wind im Samtgemeinderat aufkommen, versprechen die motivierten jungen Frauen. Beide haben auf Anhieb den Sprung in den Samtgemeinde- und Gemeinderat geschafft. „Mit so einem Erfolg habe ich nicht gerechnet“, sagte die Auszubildende in der Gesundheitspflege, Nivaashini Arulrajasingham. Ihr Thema im Gemeinde- und Samtgemeinderat seien die Belange der Jugend im Zusammenhang mit Infrastruktur. Landwirtschaftsmeisterin Sandra Steffens liegen Wegebau und die Situation der Landwirtschaft am Herzen.

Der neue Samtgemeinderat

CDU: Axel Quast, Manfred Knust, Cord-Johann Otten, Dietmar Bodenstein, Jan Bornemann, Dirk Buhbe, Klaus Busch, Werner Klintworth, Jürgen Lafrenz, Holger Möller, Helmut Steffens, Sandra Steffens-Dammann, Peter Tiedemann, Harry Wesch.

SPD: Norbert Zander, Andreas Wehber, Lars Ribler, Nivaashini Arulrajasingham.

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