Der Offshore-Versorger "Siem Barracuda" an der Unfallstelle vor Borkum. Foto: Die Seenotretter - DGzRS
Ein Schwerverletzter

Schiff kollidiert mit Windkraftanlage in Nordsee: Drei Verletzte

24.04.2020

BORKUM. Ein Spezialschiff zur Beförderung von Technikern und Crewpersonal ist am Donnerstagabend gegen 18.25 Uhr vor der Nordseeinsel Borkum mit einer Windkraftanlage kollidiert.

Drei Besatzungsmitglieder wurden verletzt - eines davon schwer, wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger am Freitagmorgen mitteilte. Das unter britischer Flagge fahrende Schiff "Njord Forseti" stieß demnach im Offshore-Windpark "Borkum Riffgrund 1", rund 45 Kilometer vor der Insel, gegen eine Anlage.

Hoher Wellenschlag?

Die Wasserschutzpolizei vermutet, dass der Tender beim Anlegen an die Windkraftanlage mit dem Bug zu hart aufschlug. Ursache könnte ein hoher Wellenschlag oder ein technischer Defekt sein.

Versorgungsschiff macht sich auf den Weg

Das 26 Meter lange Crew Transfer Vessel (CTV) bietet Platz für 24 Passagiere. Das in der Nähe kreuzende Versorgungsschiff "Siem Barracuda" fuhr zuerst zu dem Havaristen, der Seenotrettungskreuzer "SK40" kam von Borkum hinzu.

Rettungshubschrauber im Einsatz

Ein Hubschrauber flog das schwer verletzte Crew-Mitglied ins Universitätsklinikum Groningen; ein zweiter Mann wurde nach Westerstede geflogen. Ein weiterer Leichtverletzter wurde von einem anderem Schiff an Bord genommen.

Bug aufgerissen

Der Bug des Unfallschiffes war wegen der Kollision auf einer Länge von einem halben Meter aufgerissen. Den Wassereinbruch brachte die Crew unter Kontrolle. Die "SK40" begleitete das Schiff in den niederländischen Hafen von Lauwersoog. Die "Njord Forseti" konnte aus eigener Kraft fahren und steuern und lag am Freitag im Hafen von Eemshaven.

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