Mindestens zwei Seeleute eines Schiffes, das in Bremerhaven festgemacht hat, haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Symbolfoto: Hendrik Schmidt/dpa
Mehrere Infizierte

Schiff macht in Bremerhaven fest: Corona-Fälle auf Frachter

10.09.2021

BREMERHAVEN. Für einen Frachter aus Westafrika endet die Reise vorerst in Bremerhaven. Mindestens zwei Seeleute haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Weitere Männer an Bord zeigen Anzeichen für eine Erkrankung.

Nach zwei nachgewiesenen Corona-Fällen und weiteren Kranken an Bord ist ein in Bremerhaven angekommenes Frachtschiff unter Quarantäne gestellt worden. Die unter der Flagge von Panama fahrende "Market Cooper" war am Donnerstagabend aus Westafrika angekommen und von Mitarbeitern der Hafenärztin empfangen worden, wie die "Nordsee-Zeitung" berichtete.

Symptome bei weiteren Seeleuten

Ein Sprecher des Bremer Gesundheitsressorts ging am Freitag davon aus, dass drei weitere Corona-Fälle hinzukommen könnten, denn drei Seeleute zeigten Symptome. Ob die positiv auf das Virus getesteten Menschen und die Kontaktpersonen die Quarantäne auf dem Schiff oder in einem Hotel verbringen, war zunächst unklar. Dem Sprecher zufolge waren insgesamt 18 Seeleute an Bord.

Der Kapitän habe vor der Ankunft gemeldet, dass er und weitere Offiziere an Fieber, Husten und Schwächegefühl litten, sagte der Sprecher. Nach Ankunft wurden sie mit PCR-Tests auf Corona getestet, zwei Ergebnisse fielen positiv auf.

Tests auf Malaria

Zudem sollte es Tests auf Malaria geben. "Die symptomatischen Personen sind eigentlich nicht krank genug für eine Malaria-Erkrankung", teilte der Sprecher des Gesundheitsressorts mit. "Wir nehmen die Hinweise aber natürlich ernst, testen darauf auch weiterhin. Eine Malaria-Infektion auszuschließen geht jedoch nicht so schnell."

Die Corona-Pandemie erschwert die Arbeit von Seeleuten weltweit. Oft kommen sie monatelang nicht von ihren Schiffen herunter. Im Krankheitsfall ist es schwierig, in einen Hafen einlaufen zu dürfen. In Bremerhaven besuchen mobile Teams die eingelaufenen Schiffe und bieten ungeimpften Besatzungsmitgliedern eine Corona-Impfung an. (dpa)

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