Die "Atyla", hier beim Passieren der "ARM Cuauhtemoc", einem Segelschulschiff der mexikanischen Marine, darf derzeit nicht mehr als zwölf Gäste mitnehmen. Archivfoto: Hoslet/dpa
Warnung erhalten

Schippertage: Darum darf die "Atyla" nicht nach Bremerhaven

15.08.2019

BREMERHAVEN. Der Großsegler "Atyla" hat seine Reise nach Bremerhaven absagen müssen, weil Genehmigungen fehlen. Hier gibt es alle Hintergründe.

Viele Gäste, die Tagesfahrten auf der Weser gebucht hatten, müssen die Tickets stornieren. Jetzt ist klar, warum das Schiff nicht kommen kann.

Zeugnis fehlt

"Es fehlt ein Sicherheitszeugnis für den Transport von Fahrgästen", erklärt Christian Bubenzer von der Dienststelle Schiffsicherheit der Berufsgenossenschaft Verkehrswirtschaft. Zudem habe der Kapitän auch kein Berufspatent. Wer mehr als zwölf Personen mitnimmt, die nicht Teil der Mannschaft sind, braucht das Zeugnis, das ist internationales Seerecht, erklärt er. Die Mannschaft muss zum Beispiel entsprechende Trainings absolvieren und ausreichend Rettungsmittel vorweisen.

Warnung in Rostock

Das spanische Schiff, das unter der Flagge des pazifischen Inselstaates Vanuatu fährt, habe vor einer Woche in Rostock bereits eine Warnung erhalten, dass es im nächsten deutschen Hafen zwar ein- aber ohne Zeugnis nicht mehr ausreisen dürfe. Bei aller Sympathie für das Schiff und der Crew, die anderen Seefahrt näher bringen will, gehe Sicherheit an Bord vor.

Wiedersehen 2020

Der Kapitän der "Atyla" - der Neffe des Schiffbauers - hatte berichtet, dass sich die internationale Crew um die nötigen Papiere bemühen will, um im nächsten Jahr dann doch nach Bremerhaven kommen zu können. (wes)

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