Die Beschäftigten der Fischrestaurantkette "Nordsee" wollen sich gegen die angedrohte Schließung der Hauptverwaltung in Bremerhaven wehren. Symbolfoto: Perrey
Fischrestaurantkette

Schließung von "Nordsee": Belegschaft wehrt sich

20.10.2019

BREMERHAVEN. Die Beschäftigten der Fischrestaurantkette "Nordsee" wollen sich gegen die angedrohte Schließung der Hauptverwaltung in Bremerhaven wehren.

Rund 35 Mitarbeiter berieten sich auf einer Versammlung der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) über das weitere Vorgehen.

Am Dienstag soll es ein Gespräch mit Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) geben; am Mittwoch werden Vertreter des "Nordsee"-Eigentümers Kharis Capital, eines Finanzinvestors mit Sitz in der Schweiz, in Bremerhaven erwartet. Am 20. November treffen sich die Betriebsräte des gesamten Unternehmens zur Betriebsrätekonferenz. "Wir werden diese Termine mit entsprechenden Aktionen begleiten und jede Gelegenheit nutzen, den Interessen der Beschäftigten laut und deutlich Gehör zu verschaffen", kündigt NGG-Gewerkschaftssekretär Moritz Steinberger an.

Im Betrieb sei ein Teil der angelaufenen Umstrukturierungsmaßnahmen gestoppt worden. Da der Betriebsrat nicht informiert worden sei, könnten die Pläne vorerst nicht umgesetzt werden. Den Betriebsrat nicht zu beteiligen, sei "nicht nur unfair, sondern ungesetzlich", so Steinberger. Unklar sei nach wie vor, wie ernst es die Geschäftsführung mit ihren Umzugsplänen meint. "Wir können das nach wie vor nicht realistisch einschätzen", räumt Steinberger ein. Erkennbar sei bereits, dass junge, flexible Mitarbeiter das Unternehmen wegen der unsicheren Lage verließen. "Die Pläne der Geschäftsführung verkehren sich hier in ihr Gegenteil", sagt Steinberger. (cb)

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