Wenn es nach dem Magistrat geht, soll der ICE so schnell wie möglich wieder in Bremerhaven ankommen. Hartmann/Montage: Gausmann
Verkehr

Senat stellt klar: Wir unterstützen den ICE für Bremerhaven

11.12.2019

BREMERHAVEN. Der Senat will sich für eine ICE-Verbindung nach Bremerhaven einsetzen. Das stellte der Sprecher von Verkehrssenatorin Maike Schaefer (Grüne), Frank Steffe, klar.

Zuvor hatte sich das Verkehrsressort den Unmut von Oberbürgermeister Melf Grantz (SPD) zugezogen.

Was war passiert? Ein Abteilungsleiter des Ressorts hatte gegenüber Radio Bremen erklärt, es gebe verschiedene Gründe, warum Bremerhaven nicht kurzfristig an das ICE-Netz angeschlossen werden könne. Unter anderem müssten Gleise ausgebaut werden, zudem sei beispielsweise die Verbindung Richtung Oldenburg für die Deutsche Bahn wirtschaftlich attraktiver.

Das brachte Grantz auf die Palme: "Mir scheint, dass der Mitarbeiter des Ressorts nicht auf dem neuesten Stand der Gespräche des Senats und des Magistrats mit dem Bundesverkehrsminister, der Bahn und den weiteren Beteiligten ist", so der Oberbürgermeister. "Seine Auskünfte gegenüber ,Radio Bremen‘ sind augenscheinlich falsch." Er erwarte, dass sich der fachlich zuständige Behördenmitarbeiter "nicht als Bedenkenträger" profiliere. "Zum anderen erwarte ich von einer Landesbehörde, dass sie das gesamte Land im Blick hat und nicht nur die Stadt Bremen." Grantz betont, dass aus Berlin vielmehr positive Signale für die ICE-Anbindung Bremerhavens erkennbar seien.

Grantz hatte mit Carsten Sieling als Regierungschef erst im Frühjahr Gespräche in Berlin geführt. Das Land erklärte sich bereit, sich an den Kosten für die ICE-Anbindung zu beteiligen.

Der Sprecher des Verkehrsressorts weist den Vorwurf des Bedenkenträgers zurück und stellt klar: "Wir unterstützen die ICE-Verbindung nach Bremerhaven. Das haben wir immer wieder gegenüber dem Bundesverkehrsministerium getan, und das werden wir auch weiterhin tun." Dabei gebe es jedoch bestimmte Probleme, die man als Behörde auch nennen dürfen müsse. Nichts anderes habe der Ressortmitarbeiter getan. Bremerhaven könne weiterhin mit der Unterstützung vom Land rechnen, das Ziel einer ICE-Verbindung gemeinsam anzugehen, so Steffe weiter. (vda)

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