Die "Seute Deern" gilt als früheres Wahrzeichen Bremerhavens. Foto: Nicole Gelhaus
Ersatzbau

"Seute Deern" in Bremerhaven: Steuerzahlerbund kritisiert Millionen-Pläne

01.10.2020

BREMERHAVEN. Der Bund der Steuerzahler in Bremen hat sich entschieden gegen die Pläne für einen Ersatzbau für das marode Segelschiff "Seute Deern" in Bremerhaven ausgesprochen.

Die Bewilligung der Steuermillionen für das Projekt sei schon vor der Corona-Krise höchst fragwürdig gewesen, kritisierte der Bremer BdSt-Vorstand Carl Kau. Heute sei sie aber angesichts der explodierenden Staatsverschuldung der Gipfel der "haushaltspolitischen Unverantwortlichkeit".

Der Bund will 46 Millionen Euro zur Verfügung stellen, die aber auch für Sanierungsmaßnahmen an anderen Museumsschiffen genutzt werden sollen. Am Mittwoch befasste sich der Bremische Bürgerschaftsausschuss für Wissenschaft, Medien, Datenschutz und Informationsfreiheit mit dem zweiten Zwischenbericht zum Projekt "Seute Deern". Laut Vorlage ist "die einzige in Frage kommende Variante der Nachfolgebau als festliegendes, nicht segelbares Museumsschiff mit Schwimmfähigkeitszeugnis in Stahlbauweise". Kostenpunkt wäre 34,3 Millionen Euro.

Die Politik erwäge offensichtlich jetzt, einen "schlechten Abklatsch der Seute Deern zu bauen", bemängelte Kau weiter. Die als Restaurant genutzte "Seute Deern" war früher Wahrzeichen der Seestadt. Doch im vergangenen Jahr brannte es erst auf dem 100 Jahre alten Segelschiff, dann versank es im Hafen. Als günstige und realisierbare Alternative empfahl der Bund der Steuerzahler die Verlegung des "Schulschiffs Deutschland" in den Museumshafen in Bremerhaven. (dpa)

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