Seebad Cuxhaven

Sie verstehen sich als Gästebetreuer

14.07.2016

Einfach nur das Geld am Eingang zum Strand kassieren? Das reicht  Ilse und Traugott Karauf lange nicht weit genug. Von Nele Tröger

DÖSE. Wer in Döse an den Strand geht, der wird wahrscheinlich von Ilse und Traugott Karau empfangen und begrüßt. Ein super Start in einen schönen Strandtag, denn die Eheleute sind so sympathisch, dass man gleich auf dem Deich stehen bleiben möchte, um ein Pläuschen mit ihnen zu halten.

Seit sechs Jahren ist Ilse Karau Strandkassiererin. Allerdings ist dies viel mehr, als nur Kurtaxe abzurechnen und Personalausweise zu überprüfen. „Wir beantworten schwierige Fragen und sind der erste Anlaufpunkt für Gäste und Besucher. Deswegen verstehen wir uns viel mehr als Gästebetreuer anstatt als Strandkassierer“ sagt Ilse Karau.

Perfekte Ergänzung

Ihr Mann Traugott Karau unterstützt seine Frau seit zwei Jahren. Von ihrem Vorbild motiviert, bewarb er sich auf eine Stelle als Gästebetreuer. „Zu Anfang waren wir getrennt, wir arbeiteten an zwei unterschiedlichen Strandkörben in Duhnen. Aber dann wurden wir gefragt ob wir einen Posten zusammen in Döse übernehmen wollen“, freut sich Traugott Karau. Das klappt auch hervorragend, denn Ilse und Traugott ergänzen sich perfekt im Umgang mit den Besuchern. „Es ist ein schönes Zusammenspiel“, schwärmt Ilse Karau.

Die Kurgäste und Besucher haben oftmals viele Fragen oder wissen nicht so recht, wohin. Auch da helfen Ilse und Traugott gerne weiter. Sei es dabei, Kurgebiete zu erklären oder den Weg zum nächsten Geschäft zu schildern.

Die beiden Pensionäre haben Menschenfreundlichkeit und das Anliegen des Menschen stets im Fokus. „Es tut gut, akzeptiert zu werden und positive Resonanz zurückzubekommen“, sagt Ilse Karau und freut sich, wenn die Gäste und Besucher ihre Hilfsbereitschaft loben.

Allerdings gebe es auch ab und zu Menschen, die sich beschwerten und meckerten. Dann fällt ihr die Aufgabe zu, den Besucher zu beruhigen. „Anfangs fiel mir das sehr schwer, ich habe mich persönlich angegriffen gefühlt, wenn Leute etwas zu bemängeln hatten, aber mit der Zeit lernt man, damit umzugehen“, versichert Traugott Karau.

Die meisten Gäste seien zufrieden, denn schließlich werde in Cuxhaven und an den Stränden stets gearbeitet. Daher sei die Kurtaxe gerechtfertigt.

Die beiden haben schon so einige lustige Geschichten erlebt. Viele Gäste wüssten nicht, dass in Döse kein Hundestrand ist und an der Promenade keine Hunde erlaubt sind. So ergab es sich, dass eine Familie ihren Hund bei Traugott Karau ließ, um mit ihren Kindern unten am Piratenschiff zu spielen. Aber nein, nicht etwa für eine Viertelstunde, sondern zwei Stunden, lacht Traugott Karau.

Spontane Begeisterung

Weiter erinnert sich das rüstige Ehepaar an eine nette Familie aus dem Binnenland. Der kleine vierjährige Sohn rennt vor auf den Deich – hier hat er eine phänomenale Aussicht über den Strand und das Meer. Bei dem Anblick traut der kleine Bub seinen Augen nicht: „Ach du grüne Neune, ist das schön!“, ruft er aus und kann es kaum abwarten, hinunter zum Strand zu laufen.

„Solche Erlebnisse sind einfach toll, wir haben den ganzen Tag noch darüber gelacht“, schmunzelt Ilse Karau.

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