Hochgeklappte Containerbrücken stehen am Containerterminal Hamburg Altenwerder. Foto: Tobias Kleinschmidt/dpa/Archivbild

Signal der Hansestädte: Kooperation der Containerhäfen nötig

24.09.2021

Hamburg/Bremen (dpa) - Die für Häfen zuständigen Senatsmitglieder in Hamburg und Bremen treten für eine enge Kooperation der Containerhäfen an der deutschen Nordseeküste ein. «Wir sind davon überzeugt, dass ein Verbund sinnvoll ist und perspektivisch zu einer Stärkung der maritimen Standorte in der Deutschen Bucht führt», heißt es in einer Erklärung, die am Freitag veröffentlicht wurde. Für die deutschen Containerhäfen Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven wird es immer schwieriger, in der Konkurrenz mit den Häfen Rotterdam und Antwerpen mitzuhalten.

«Die vorhandenen Potenziale bei den Zukunftsthemen Innovation und Nachhaltigkeit sollten genutzt werden, um ein leistungsstarkes und wettbewerbsfähiges Unternehmen zu entwickeln», hieß es. Die Politik unterstütze die laufenden Gespräche der Terminalbetreiber über ein Zusammengehen. Die Entscheidung liege aber bei den Unternehmen.

Unterzeichnet wurde die Erklärung von Häfensenatorin Claudia Schilling (SPD) und Finanzsenator Dietmar Strehl (Grüne) für Bremen; für Hamburg unterschrieben Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) und Finanzsenator Andreas Dressel (SPD).

Eine Kooperation der deutschen Häfen könnte helfen, Kosten zu senken. Eine gezielte Verteilung der Schiffsanläufe würde auch die Umweltbelastung an Elbe, Weser und Jade verringern. Es gibt Gespräche zwischen dem Terminalbetreiber Eurogate und der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), sie haben aber noch kein Ergebnis gebracht. An den Containerterminals der drei Häfen sind verschiedene Betreiber tätig. Es sind teils Privatfirmen, zum Teil gehören sie aber auch den Hansestädten Hamburg und Bremen.

© dpa-infocom, dpa:210924-99-347106/3

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