Experiment geglückt

"Silent Disco" in Sahlenburg in einer Bildergalerie

22.08.2016

SAHLENBURG. Drei verschiedene DJs gleichzeitig, kein Ton ist zu hören - und die Stimmung prächtig. Das ist "Silent Disco". Von Maren Reese-Winne 

„Silent Disco? Wie soll das gehen? Kann ich mir gar nicht vorstellen... Jeder wiegt sich in seinem Rhythmus, ohne dass dabei etwas zu hören ist?“ – so waren die Gedanken vieler Skeptiker vor der Premiere der „Leisen Disco“ in Sahlenburg. Wer dabei war, weiß jetzt: Genau so ist es – und es ist ein Riesen-Spaß.

Je dunkler es wurde, desto verzauberte wurde die Atmosphäre am Surfer-Stützpunkt in Sahlenburg. In Rot, Blau oder Grün leuchteten die LEDs an den kabellosen Kopfhörern. Jede Farbe zeigte an, wem der drei DJs der Träger gerade zuhörte: Said Omar aus Köln mit Pop, Rock und Schlager, Chris Ellis aus Essen mit House und elektronischer Musik oder DJ ReplaY aus Bochum – mit R’n’B und Hip-Hop.

Tanzfläche aus Sand

Es dauerte nicht lange, da war auch die Tanzfläche aus Sand vor den drei Mischpults besetzt und die Musikfans schwangen, wirbelten und nickten mit.

Dass auch das Wetter mitspielte und den Besuchern – zu denen auch die Belegschaft der beiden Cuxhavener Helios-Kliniken, Gewinner einer Verlosung in unserer Zeitung und der Abschlussjahrgang 1986 der Altenwalder Realschule gehörten – mit dem Wattenmeer, Reitern im Watt und Neuwerk zu Füßen eine stimmungsvolle Kulisse bescherte, trug ohne Zweifel mit zum Gelingen der Premiere bei, die doch einige Neugierige anlockte.

Veranstalter Günter Wichert durfte sich über eine durchweg positive Resonanz freuen. Auffallend war die bunte Mischung von Jung und Alt, auch eine Behindertengruppe ließ sich sofort auf das Neue ein und war mit Begeisterung dabei.

In kleinen Grüppchen ließen sich die Besucher auf Liegestühlen und an Tischen nieder, hörten der Musik zu oder hängten sich einfach die Kopfhörer als lässiges Accessoire um, wenn sie lieber klönen wollten.

Prima zum Klönen

Der unbestreitbare Vorteil der leisen Disco: Kein Leiden unter der Musik, die man partout gar nicht mag und Gespräche genau dann, wann man sie auch möchte.

Zu ahnen war dennoch, welcher Musiktitel gerade besonders gut ankam, wenn alle beim „Haus am See“ von Peter Fox mitsummten („Ist das gut ... Wollen Sie mal hören?“), auf der Tanzfläche zu „Men in Black“ gezappelt wurde oder das unvermeidliche „Atemlos“ von Helene Fischer mitgesungen wurde.

Dazu der Austausch: „Was hörst du da gerade? Rot? Muss ich auch mal ausprobieren ...“ Das Wechseln des Kanals funktionierte in Sekunden.

Das müsse ausgebaut werden, so die Ansicht vieler Besucher: „Alle meckern immer, dass in Cuxhaven nichts geboten wird. Gibt es mal was Neues, dann sollen sie auch kommen.“

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