Sitz in Stade: Sondereinheit gegen Clan-Kriminalität im Norden
KREIS STADE. Bei der Staatsanwaltschaft Stade wird künftig eine Sondereinheit gegen kriminelle Familienclans arbeiten. Stade ist einer von vier Standorten in Niedersachsen, an denen gezielt gegen die Clan-Kriminalität vorgegangen werden soll.
Clan-Kriminalität ist auch in Niedersachsen ein zunehmendes Problem und rückte im vergangenen Jahr in den Fokus der Landespolitik. Im Jahr 2019 war ein signifikanter Anstieg von Polizeieinsätzen zu verzeichnen. Die Täter versuchen, vermeintlich rechtsfreie Räume auszunutzen und sich so der staatlichen Kontrolle zu entziehen.
Laut Bundeskriminalamt wird mittlerweile unterschieden zwischen Clan-Kriminalität und anderen Formen des organisierten Verbrechens. Clan-Kriminalität wird laut BKA definiert "als Straftaten durch Angehörige ethnisch abgeschotteter Subkulturen" und demnach als besondere Form der Organisierten Kriminalität interpretiert. Die Täter haben laut BKA eine eigene Werteordnung und lehnen die deutsche Rechtsordnung grundsätzlich ab.
Probleme mit Familien-Clans
In der Vergangenheit gab es auch im Landkreis Stade immer wieder Probleme mit Familienclans, die für viele Straftaten verantwortlich gemacht wurden - oder zumindest im Verdacht einer Beteiligung standen. Um dieses Problem in Zukunft besser bekämpfen zu können, werden durch das Niedersächsische Justizministerium an den Standorten der Staatsanwaltschaften Braunschweig, Hildesheim, Osnabrück und Stade Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften zur Bekämpfung der Clan-Kriminalität mit jeweils zwei zusätzlichen Staatsanwälten eingesetzt.
Von Wolfgang Stephan
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