Genossenschaftsversammlung

SpaDaKa ohne Warensparte

22.06.2018

Lamstedt. Elf Prozent – oder in absoluten Zahlen ausgedrückt 282 – der aktuell 2533 Mitglieder der Spar- und Darlehenskasse Börde Lamstedt-Hechthausen kamen zur Genossenschaftsversammlung ins Gasthaus Hinck nach Lamstedt.

Dieses große Interesse lag sicherlich auch am Tagesordnungspunkt 8, der da lautete: Übertragung des Warengeschäfts auf die Raiffeisen Weser-Elbe eG zum 1. Juli 2018. Sowohl Vorstandsmitglied Brunhilde Tiedemann als auch Aufsichtsratsvorsitzender Dieter Tiedemann warben um Zustimmung für diese Entscheidung. Dr. Hauke Bronsema und Matthias Swiontek vom Käufer stellten die Ziele der Raiffeisen Weser-Elbe noch einmal vor und gaben eine Standort- sowie Arbeitsplatzgarantie für die kommenden fünf Jahre ab.

Ganz geräuschlos ging die notwendige Abstimmung über den Verkauf dennoch nicht über die Bühne. Ein Genossenschaftsmitglied monierte, dass die Verkaufsverhandlungen nur mit einem Partner stattgefunden hätten. Sein Antrag auf Vertagung der Entscheidung, um den Vorstand zu beauftragen, weitere Gespräche mit potenziellen Interessenten zu führen, wurde mit dem Hinweis auf das Genossenschaftsrecht abgelehnt. In geheimer Abstimmung entschied sich die Versammlung mit einer Mehrheit von 70 Prozent Ja-Stimmen für den Verkauf der Warensparte zu einem Preis von rund 1,7 Millionen Euro. Der Erlös soll zunächst den Rücklagen der Bank zugeführt werden, um für spätere Investitionen zur Verfügung zu stehen, erklärte Brunhilde Tiedemann.

Kreditvergabe rückläufig

Was das Bankgeschäft anbetrifft, gab es durchweg positive Meldungen. Trotz des anhaltenden Niedrigzinsniveaus, weiter zunehmender Regulatorik und anstehenden Strukturveränderungen verzeichnete die Spar- und Darlehenskasse eine zufriedenstellende Geschäftsentwicklung im vergangenen Jahr. Die Bilanzsumme ist um 9,8 Prozent auf 149 Millionen Euro gestiegen. Die Kundeneinlagen erhöhten sich um 11,4 Prozent auf 115 Millionen Euro zuzüglich 46 Millionen Euro bei den Verbundpartnern R+V Versicherung, Union Investment und der Bausparkasse Schwäbisch Hall.

Die Forderungen an die Kunden verringerten sich leicht auf 70,2 Millionen Euro, womit das geplante Kreditwachstum um vier Millionen Euro klar verfehlt wurde. Einer Zunahme bei den Privatkrediten stand eine deutliche Zurückhaltung der Investitionsbereitschaft in der Landwirtschaft gegenüber. Für Brunhilde Tiedemann Nachwehen der Milchpreiskrise in 2016. Ähnlich sah es in der Warensparte aus. Der Umsatz 2017 mit 13,4 Millionen Euro war nahezu unverändert gegenüber 2016, das Betriebsergebnis konnte dennoch um 31 000 auf 81 000 Euro gesteigert werden. Alles in allem erwirtschaftete die Spar- und Darlehenskasse Börde Lamstedt-Hechthausen einen Jahresüberschuss von 243 700 Euro. Davon werden 219 365 Euro der Rücklage zugeführt und 24 347 Euro als Dividende an die Genossenschaftsmitglieder ausgeschüttet. Das Eigenkapital der Genossenschaft erhöhte sich dadurch auf mehr als 14 Millionen Euro und erfüllt damit die bankenaufsichtsrechtlichen Anforderungen.

Dies bestätigte auch Jens Kaltschmidt als Prüfer vom Genossenschaftsverband. „Die Zahlungsfähigkeit der Spar- und Darlehenskasse ist jederzeit gegeben. Ich bescheinige eine ordnungsgemäße Leitung der Geschäfte.“ So erteilte die Versammlung dem Vorstand und dem Aufsichtsrat einstimmig Entlastung. Abschließend galt es noch, turnusmäßig vier Aufsichtsratsposten neu zu besetzen. Frank Michaelis aus Nordahn, Rainer Steffens aus Hackemühlen und Klaus-Dieter Stüve aus Stinstedt wurden bei einer Gegenstimme in ihren Ämtern bestätigt. Manfred Tiedemann aus Lamstedt bekam bei seiner Wiederwahl zwei Gegenstimmen.

Dank an die 42 Mitarbeiter

Für die kommenden beiden Geschäftsjahre erwartet der Vorstand eine moderate Steigerung im Einlagen- und Vermittlungsgeschäft. Im Februar 2019 werde es zu temporär höheren Kosten kommen, da eine Umstellung der EDV auf ein neues Bankenanwendungsverfahren durchgeführt werden muss. Die Risiken für die kommenden Geschäftsjahre bewegen sich nach Einschätzung von Vorstand und Aufsichtsrat in einem für das Haus tragbaren Rahmen. Abschließend richtete Dieter Tiedemann einen großen Dank an die 42 Mitarbeiter für die teils langjährige gute Zusammenarbeit sowie die Einsatzbereitschaft. Ganz besonders bedankte er sich bei Ingrid Kamin, die auf 25 Jahre Betriebszugehörigkeit zurückblicken kann und bei Dieter Ende, der seit 40 Jahren als Kunden- und Immobilienberater tätig ist. (ts)

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