Nach den tödlichen Schüssen in Stade hat die Staatsanwaltschaft am Mittwoch nun einen Antrag auf Haftbefehl gegen einen 28 Jahre alten Verdächtigen gestellt. Foto: Sina Schuldt/dpa
Schießerei 

Tödliche Schüsse in Stade: Staatsanwaltschaft beantragt Haftbefehl gegen 28-Jährigen 

von Redaktion | 21.09.2022

STADE. Nach den tödlichen Schüssen in Stade hat die Staatsanwaltschaft am Mittwoch nun einen Antrag auf Haftbefehl gegen einen 28 Jahre alten Verdächtigen gestellt.

Die Staatsanwaltschaft Stade hat am Mittwoch einen Haftbefehl gegen den im Zuge der Auseinandersetzungen vom vergangenen Montag vorläufig festgenommenen 28-jährigen Stader beim zuständigen Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Stade beantragt.

Drei Schüsse auf Rettungskräfte 

Die Staatsanwaltschaft sieht in Bezug auf die Tötung des 23-jährigen Staders nunmehr das Mordmerkmal der Heimtücke als erfüllt an. Daneben hat der Beschuldigte nach der Schussabgabe auf den 23-Jährigen offenbar weitere Schüsse auf drei zufällig in dem Stader Schnellrestaurant befindliche Rettungskräfte - die Zeugen des Vorfalls waren - abgegeben. 

Die insoweit abgegebenen Schüsse verfehlten alle ihr Ziel, sind aber nach Einschätzung der Staatsanwaltschaft in der Absicht erfolgt, die Rettungskräfte zu töten, um sie so einerseits an der Rettung des 23-Jährigen zu hindern und andererseits die Aufklärung der begangenen Straftat damit zu verdecken oder zu erschweren.

Dringender Tatverdacht wegen Mordes

 Demzufolge besteht gegen den Beschuldigten dringender Tatverdacht wegen Mordes (an dem 23-Jährigen), versuchten Mordes in drei Fällen (an drei im Imbiss befindlichen Rettungskräften) sowie versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung (an dem 39-Jährigen, der im Bereich Harschenflether Weg angeschossen aufgefunden wurde).

Das Amtsgericht Stade hat den Haftbefehl nach inzwischen erfolgter Vorführung antragsgemäß erlassen. Der Beschuldigte hat sich zu keinem Zeitpunkt zur Sache eingelassen und wurde in eine Justizvollzugsanstalt in Niedersachsen verbracht. Das teilte die Staatsanwaltschaft Stade in einer Presseerklärung mit. 

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